Neues von den Meeresschildkröten
Die grünen Meeresschildkröten, auch Suppenschildkröten genannt, hätten Grund zum feiern: Während sie in den letzten 400 Jahren gejagd und als lebender Proviant missbraucht wurden, erholen sich ihrer Bestände nun, an einigen Orten langsamer, an anderen schneller. Die Schildkröten hatten wirklich Pech. Nachdem sie von Kolumbus das erste mal ausführlich begutachtet wurden, und dieser dass natürlich auch Europa meldete, begann ihre Beziehung zum Menschen. Die ersten amerikanischen Siedler nahmen sie mit als lebenden Proviant, weil sie problemslos wochenlang an Board gehalten werden konnten und viel Fleisch abwarfen. Bald wurde sie auch von den Gourmets entdeckt. Unteranderem wurde aus ihnen die immernoch geschätzte Schildkrötensuppe hergestellt, von der sie ihren Zweitnamen tragen. In einigen Gebieten wurde sie deshalb so stark bejagd, dass nur noch 1% des früheren bestandes dort lebte. Mittlerweile sind viele Schildkrötenbestände geschützt, und sie erholen sich prächtig! Noch vor kurzem waren es relativ wenige Tiere, die sich an den Küsten zur Eiablage einfanden. Doch seit 35 Jahren erholt sich der Bestand sehr gut, bis zu 14% Schildkröten mehr im Jahr besuchen die Strände. Erstaunlich, dass sich die arg dezimierten Schildkröten so schnell wieder erholen.In den nicht geschützen Gebieten wird aber immernoch gejagd oder die Eier werden den Nestern entnommen. Vielleicht wird es bald wieder so sein, wie zu Zeiten des Kolumbus, der von Teppichen aus schwimmenden Schildkröten berichtete.
Werbung