Bissig: Schnappschildkröten
Sie tragen ihren Namen nur zu Recht, die Alligatorschildkröten: Diese Gruppe fleischfressender Schildkröten ist in ganz Amerika verbreitet ihre Vertreter sind richtig furchteinflössend. Die riesige Geierschildkröte kann z.B. bis zu hundert Kilogramm schwer werden und zerbeisst mit Leichtigkeit mehrere Zentimeter dicke Äste. Sie attackiert auch Menschen, doch durch ihr abgelegenes Verbreitungsgebiet in den östlichen US-Sümpfen kommt es nur selten zu Zusammenstößen mit der Monsterschildkröte (HIER noch ein Meeresbuchtartikel zur Geierschildkröte). Ganz im Gegensatz zu ihrer kleineren Verwandten, der nordamerikanischen Schnappschildkröte. Sie ist in großen Teilen der USA beheimatet und wird einen halben Meter lang. Meist ruht sie auf dem Grund von Seen und Fließgewässern, auf Beute wie Fische und Amphibien lauernd. Doch wenn sie durch Badende oder Angler, meist unbemerkt, bedrängt wird, kann das höchst gefährlich werden. Eine ausgewachsene Schnappschildkröte ist bei weitem fähig, einem erwachsenen Menschen die Hand abzubeissen. Bisse in die Beine oder Flüsse sind ebenfalls bekannt. Die Schnappschildkröte ist kein friedlicher Geselle, der sich auch mit seinen mächtigen Klauen gern zur Wehr setzt. Kein Wunder dass es z.B. in Deutschland gesetzlich verboten ist, Schnappschildkröten zu halten. Es sei denn, der Halter kann sich ausweisen die Tiere bereits vor 1999 zu besitzen, in diesem Jahr wurde das Gesetz verabschiedet. Die Zucht der Reptilien ist absolut verboten und das hat einen guten Grund. In Europa ist es bereits passiert dass Schnappschildkröten ausgesetzt wurden. Dadurch dezimierten sie den Fischbestand in den Seen, die als ihr zukünftiges Zuhause gewählt wurden, und schädigten so das ökologische Gleichgewicht. Mit Schnappschildkröten ist also nicht zu spaßen und wer irgendwo mal das häufig in den USA aufgestellte Schild "Vorsicht! Schildkröte" sehen sollte, tut sicherlich gut daran, es zu beachten...
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