Gigantisch: Riesenschlangen in Florida
Exotische Haustiere werden immer beliebter. Besonders in den USA erfreuen sich große Reptilien höchster Beliebtheit. Das hat aber auch seine Nachteile, wie man am Beispiel Floridas sieht. Die Zöglinge werden zu groß und man setzt sie einfach aus, ab und zu gelingt sogar ein Ausbruch aus dem Terrarium. Florida hat momentan ein großes Schlangenproblem: Riesige Würgeschlangen, vertreten mit 9 Arten, sind mittlerweile im Sonnenscheinstaat heimisch. Darunter Anakondas, Abgottschlangen (Boa constrictor) und zahlreiche Pythonarten. Zuerst fanden sie in den riesigen Sümpfen des US-Staates Unterschlupf. Dort gab es erstklassige Bedingungen: Viel Wasser und Massen an Beutetieren. Und da sind die Schlangen nicht wählerisch, von Vögeln bis zu Alligatoren fressen sie alles was ihnen in die Quere kommt. Das macht sie zu einer Bedrohung für die Ökosysteme des Bundesstaates. Die U. S. Geological Survey (USGS) erklärt in einer neuen Studie die Gefahr die von den Schlangen ausgeht. Sowohl für die Natur alsauch für den Menschen. Mittlerweile leben die Reptilien auch schon in Städten wie Miami, und sind mit ihren bis zu 6m Länge (Netzpython u. Anakonda sogar bis zu 9m) auch eine Gefahr für den Menschen, auch wenn Angriffe höchst selten sind. Man müsse einer großen Würgeschlange den gleichen Respekt zollen wie einem Alligator. Die Studie der USGS verheisst leider nichts Gutes: Die Bedingungen lassen es zu, dass die Reptilien sich über den gesamten Süden der USA verbreiten könnten, sie aufzuspüren und einzufangen ist in zumindest in den Sümpfen nahezu unmöglich.
Wie man also der Lage Herr werden kann ist weiterhin ein Rätsel...