Flucht ins Wasser
Als einer der urtümlichsten Vögel überhaupt gilt der südamerikanische Hoatzin. Dieser exotisch anmutende Vogel ist absolut außergewöhnlich, er ernährt sich z.B von nährstoffarmer nahrung, wie Blättern und verdaut sie im Wiederkäuerprozess. Außerdem besitzen seine Jungen an den Flügeln Krallen und er steht seinen Vorfahren, den Dinosauriern damit besonders nahe. Fast schon ein lebendes Fossil. Der Regenwaldbewohner lebt in Flussnähe, die kleinen Reviere sind kaum 75m lang und 40m breit. Wegen seiner Nistgewohnheiten lebt er am Wasser. Das Nest wird über der Wasseroberfläche errichtet. Die Jungen sind vielen Gefahren ausgeliefert, Schlangen, Greifvögel Kleinsäugern usw. Wenn ein feind auftaucht flüchten die Eltern, doch sind die Jungvögel im Stande sich selbst zu retten: Sie stürzen sich in das Wasser unter ihnen, bis zu 5m in die Tiefe, was für ein manchmal nur 3 Tage altes Küken wohl schon eine Leistung ist. Doch die Kleinen können noch mehr: Unterwasser tauchen sie und ihre Schwimmkünste sind ganz passabel. Nun erklimmen sie den Baum auf dem das Nest steht, ihre Flügelklauen kommen ihnen dabei zugute. Bald sid sie wieder im Nest, wohlbehalten. Dieser Vorgang kann ständig wiederholt werden. Nach dem Nestlingsalter jedoch werden die Klauen abgeworfen und das Schwimmen verlernen sie völlig. Dieses tauschen sie gegen das Fliegen um, aber auch nur im eingeschränkten Rahmen, wie die Urvögel sind auch Hoatzins keine guten Flieger.
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