Die grüne Meeresschildkröte

Harte Schale weicher Kern: Die grüne Meeresschildkröte

 


Steckbrief:

Name: Grüne Meeresschildkröte,Suppenschidkröte(lat. Chelonia mydas)
Länge: 1,40m.
Gewicht: 250kg.
Lebenserwartung: über 50 Jahre
Lebensraum: weltweit in tropischen,subtropischen und gemäßigten Meeren
Bestand: Bedroht

Systematik

Klasse: Reptilien
Ordnung:  Schildkröten (Chelonia)
Unterordnung: Halsbergerschildkröten (Cryptodira)
Familie: Meeresschildkröten (Cheloniidae)
Gattung: Chelonia
Art:Grüne Meeresschildkröte

Mehr über die Grüne Meeresschildkröte

Die grüne Meeresschildkröte ist die populärste Meeresschildkröte. Doch leider durch ihre Bejagung: Als Suppenschildkröte berühmt geworden ist sie die wohl wichtigste Zutat der berüchtigten Schildkrötensuppe. Durch den Fang steht die Art heute knapp vor der Ausrottung. Auch ein Faktor für das Verschwinden der Reptilien ist aber auch die Plünderung der Nester, die heute von Naturschutzorganisationen überwacht werden. Doch es gibt noch einen weiteren Grund warum die Schildkröten bedroht sind. Nach dem Schlupf wandern die Schildkrötenjungen ins Meer, wo sie den Rest ihres Lebens verbringen werden. Sie schlüpfen Nachts und finden das Wasser an der Lichtspiegelung des Mondes. Wenn leuchtende Städte mit ihrem Licht die Jungen irritieren und anlocken werden sie wohl nicht sehr alt werden. Doch die meisten der Jungen lassen sich nicht beirren. Doch junge Meeresschildkröten sind heiß begehrt: Vor ihrem Schlupf versammeln sich Reiher, kleine Raubsäuger, Warane oder andere Reptilien, Störche und verwilderte Haustiere erwarten die Jungen. Wenn sie frisch geschlüpft sind, befinden sie sich in der wohl bedrohlichsten Situation ihres Lebens. Die zahlreichen Räuber fallen nur so über die Jungen her. Nur in der Menge sind sie sicher. Hunderte, ja tausende kleiner Schildkröten schlüpfen in einer Nacht. Alle können die Räuber nicht erwischen. Doch es überleben noch genug der Jungen um den Bestand zu sichern. Mit ledrigen Panzer sind die Jungen biegsam und wendig um schnell ins Wasser zu gelangen, dort aber lauern schon andere Räuber wie Haie und Barrakudas. Die Jungen schlüpfen aus tischtennisballgroßen, runden Eiern, welche die Weibchen innerhalb einer Woche in verschiedene Gelege legen. Jedes Weibchen legt um die 100 Eier pro Jahr. Brutplätze sind im ganzen Verbreitungsgebiet zu finden, es sind Schätzungen nach 44. Wie auch bei Krokodilen wird das Geschlecht des Nachwuchs durch die Temperatur in der die ier liegen bestimmt. Bei ca. 28° schlüpfen Männchen, bei ca. 32° schlüpfen Weibchen. Junge Suppenschildkröten sind im Gegensatz zu ihren Verwandten keine vorwiedenden
Vegetarier: Sie fressen Kalmare und Laich sowie Schwämme. Ausgewachene Tiere ernähren sich von Seegras und Quallen. Ausgewachsene Männchen sind kleiner als die Weibchen und haben einen längeren Schwanz. Außerdem tragen die männlichen Tiere eine verlängerte Kralle ander Vorderflosse und haben einen zum Ende hin spitz zulaufenden Carapax ( Panzer bei Schildkröten). Suppenschildkröten sind Einzelgänger, nur während der Paarungszeit stoßen die Männchen zu den Weibchen hinzu. Sie betreiben keine Brutpflege und ziehen ihre Jungen nicht auf.



Das schwarze Schaf

Wissenschaftler haben einen Entschluss gefasst: Die dunkel gefärbten kleineren Suppenschilkröten die durch den Pazifik der süd- und nordamerikanischen Küsten und Hawaii sowie den Osterinseln schwimmen sind eine eigene Art: die schwarze Suppenschildkröte (Chelonia agassizii).  Die neue Art ist kleiner und zierlicher, doch ist auch sie durch ihre Bejagung bedroht.

Der MeeresbuchtTipp

Suppenschildkröten sind hoch beliebt. Doch sieht man sie in Aquarien eher selten, ihre Haltung ist wohl aufwendiger als gedacht. Im und am deutschsprachigem Raum findet man sie z.B. im Tierpark Emmen, an der deutsch niederländischen Grenze. Uns persönlich gefällt das Suppenschildkrötenbecken in Oberhausen jedoch besser. Die Meeresreptilien leben dort im Ruhrgebiet im größten Sealive Deutschlands.

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