Staudammpläne durchkreuzt?
Euphrat und Tigris sind die wohl populärsten Flüsse der Türkei. Das Land im nahen Osten hat nun einiges mit ihnen vor. Bis 2010 sollen dort 22 Staudämme errichtet werden, und 19 Wasserkraftwerke sind geplant. Dieses Südostanatolien-Projekt (Sap), wie es genannt, entworfen für den wirtschaftlichen Aufschwung in dieser Region, wird ist nun jedoch gefährdet. Dort wo Tigris sich dem Iran und Syrien nährt soll eigentlich bald der milliardenschwere "Ilisu"-Staudamm entstehen, doch es scheint anders zu kommen: Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz wurden beauftragt den Staudamm zu errichten, doch diese sagten nur unter strengen Umwelt- und Kulturauflagen zu. Nun war die Türkei jedoch nicht im Stande alle Auflagen innerhalb der vertraglichen Frist zu erfüllen, bedeutet, der Bau fällt warscheinlich ins Wasser, und es entsteht dort kein 313 Quadratkilometer großer Stausee. Damit wären Teile des ganzen Projektes gefährdet, was stark zur Stromversorgung in der Türkei beigetragen hätte. Vielleicht ist dies auch besser. Antike Städte und archäologisch wertvolle Gebiete befinden sich in der Umgebung. Und auch die Flora und Fauna müsste sich den neuen Bedingungen anpassen. Noch kommt dazu, dass die Türkei durch die Kontrolle der Wasserresevoires möglicherweise Macht über Gebiete im Iran und Syrien bekäme, die sie erpressen könne. Neuigkeiten über das Projekt weiterhin hier in der Meeresbucht.
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