Über 100 neue Froscharten entdeckt
Da glaubt man, die Tiere und Pflanzen der Erde wären bekannt: Ein Forscherteam aus deutschen italienischen und spanischen Wissenschaftlern entdeckte auf der Insel Madagaskar 130 neue Froscharten! Durch Untersuchungen an Kaulquappen konnte diese beeindruckende Liste an Amphibien dem zoologischen Inventar hinzugefügt werden. In den tiefen, feuchten Regenwäldern Madagaskars leben mehr Frösche als irgendwo anders auf dem Planeten. Ein Grund sind die festen Nationalparks, ein anderer, dass durch seine Isolation die weltweite, für Amphibien tödliche Pilzkrankeit noch nicht bis dorthin vorgedrungen ist. Wahrscheinlich leben dort sogar noch mehr Frösche, vermuten einige Forscher. Schließlich werden oft neue Arten entdeckt, Insekten, Fische, Frösche aber auch Vögel und selten sogar Säugetiere. Es werden weiterhin regelmäßig neue Arten entdeckt werden, man soll nicht glauben dass schon alles bekannt ist, was auf der Erde lebt, versichern Forscher. Doch die neuen Frösche sind bedroht: Durch Kravalle auf der Insel schwächt der Tourismus ab, ohne Einnahmen bedienen sich die Bürger dem Holz in den Regenwäldern. Die Bäume und die überlebenswichtigen Wasserlöcher und Pfützen verschwinden, schon 90% der madagasischen Regenwaldfläche sind gerodet. Wohl sind schon viele Arten ausgestorben, ohne dass man sie überhaupt entdeckte...
(Für Bildmaterial von den Fröschen, HIER klicken)
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