Methanbakterien im Permafrost!?
Wissenschaftler in Russland untersuchen schon lange den dortigen Permafrostboden. Jener ständig gefrorene Grund existiert ebenfalls im Meer, unter den Eiskappen. Und bei Forschungen an diesem fanden Forscher erstaunliches. Die Mikroorganismen dort sind höchst aktiv, doch das dürfte normalerweise nicht sein. Schuld ist mal wieder der globale Klimawandel. Durch die, wenn auch nur leichte Erwärmung des unterseeischen und natürlich auch des über Wasserliegenden Permafrostbodens, werden die dortigen Amöben und Bakterien aktiver. Der Nachteil daran: Wie viele andere Mikroorganismen auch wandeln diese organisches Material in Methan, einen gefährlichen Klimakiller, um. Und es sind sehr viele dieser Kleinstlebewesen die nun zu arbeiten beginnen. Doch es kommt noch besser. Während der letzten Eiszeit lag der Meeresspiegel hundert Meter unter dem heutigen Niveau, die riesigen Gletscher damals haben ganze Wassermassen in sich vereint. Nun saßen im Eiszeitlichen Permafrostboden der heute unter Wasser liegt viele der Methan-Tierchen, noch eingefroren, viel mehr als jene die momentan "eisfrei" leben. Durch den Klimawandel werden diese Bakterien nun aber wieder freigestzt und produzieren munter weiter Treibhausgas, denn wie sie es so an sich haben über leben sie tiefgefroren ganze jahrtausende. Wieder mal ein Dominostein einer langen durch den Klimawandel angestoßenen Kette ist gefallen. Wie man die fleißigen Treibhausgasarbeiter unschädlich machen könnte weiss man nicht, nur sicher ist, dass sie durch die wärmeren Temperaturen viel aktiver sind, und das ist ganz und gar nicht gut.
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