Unterschätzt aber tödlich: Blauringkraken
Niedlich, ohne seine kurzen Tentakel misst ein großer Blauringkrage nur 5cm. Die Zwerge leben im Indopaziki bis in den Golf von Bengalen und kommen vielen wirklich putzig vor. Mit ihrer schillernden, gelb blauen Farbe wirken sie dazu noch kunstvoll gestaltet. Doch die kleinen Kopffüsser haben es in sich: Sie gehören mitunter zu den giftigsten Tieren überhaupt, man darf sich also von der Größe keinesfalls täuschen lassen. Die Giftzwerge warnen schließlich auch mit ihren Farben. In ihrem Speichel findet sich das sogenannte Tretodotoxin, ein weltweit unter Tieren verbreiteter Giftstoff, Kugelfische, Frösche, Molche und Scnecken nutzen es ebenfalls. Das Gift erhält seine Wirkung durch Bakterien im Speichel und wird so durch den Biss übertragen. Normalerweise beisst der Krake mit seinem Papageienschnabel Krabben, seine Hauptbeute, doch in Bedrängnis können auch Menschen zu Opfern werden. Leider kommt es immer noch vor, dass Menschen den Kraken wegen seiner Färbung und des drolligen Aussehens berühren wollen. Das Gift legt binnen zwei Stunden die Atmung lahm und ist deshalb extrem wirksam, es besteht jedoch die Möglickeit durch professionelle Atemübungen einen Biss ohne große Schäden zu überleben. Sonst sieht es aber schlecht aus. Ebenfalls interessant ist auch die Jungenaufzucht: Nach der Paarung stirbt das Männchen binnen kurzer Zeit, auch das Weibchen stirbt nach dem es die Jungen bis zum Schlupf bewacht hat, wieso ist ungeklärt, es ist evolutionär bedingt.
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