Praktisches Fell
Der Seeotter, der vor kurzem schon HIER beschrieben wurde, bewohnt die oft eisigen Pazifikküsten des Nordens. Um in dieser Kälte überleben zu können legen sich andere Meeressäugetiere wie Wale oder Robben eine Fettschicht an. Doch der Seeotter muss allein um seine Körpertemperatur aufrechtzu erhalten dreimal so viel Kalorien am Tag zu sich nehmen wie ein Mensch, ein Viertel seines Körpergewichtes vertilgt er täglich. Nun auch noch eine Fettschicht aufbauen? Unmöglich! Außerdem würde das Fett den Otter zu schwer dafür machen, an der Oberfläche zu treiben. Deshalb trägt der Seeotter ein Fell, das dichteste überhaupt, auf einem Quardratzentimeter wachsen ca. 394000 Haare! Es besteht aus einer wärmenden "Unterwolle" und einem dichtenden Deckhaar. Noch dazu wird im Fell Luft gespeichert, die durch die Körpertemperatur angewärmt wird. die Otter verbringen viel Zeit täglich mit der Pflege ihres Fells, es wird mit körpereigenem Öl gefettet, gereinigt und Luft wird in das Unterfell geblasen, um den oben genannten Effekt zu erzielen. Für die jungen Otter ist das Fell außerdem praktisch: Die Jungen werden mit einem auftriegebenden Unterfell geboren, so dass sie nicht unter gehen. Bis das Fell durch das der Adulten ausgewehselt wird ist es dem Otter so fast unmöglich hilflos zu ertrinken. Eine angeborene Schwimmweste!
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