Winkerkrabben: Nachbarschaftsliebe in der Kolonie
Winkerkrabben
leben in großen Kolonien oft an Stränden mit starken Gezeiten. Während die Weibchen ehr unauffällig sind, tragen die Männchen eine riesige Schere, die andere, nur zu Nahrungsaufnahme dienend, ist normal groß.
Durch hin und her winken der Scheren versuchen die Männchen Gleichgeschlechtliche und Weibchen zu beeindrucken, daher der Name. Das Männchen mit der größten Schere kann sich meist am besten durchsetzen. Nun fanden Forscher heraus, dass Winkerkrabbenmännchen sehr auf ihre Nachbarinnen achten. Wenn es darum geht, einen guten Platz am Strand zu ergattern, werden die Krabben oft auch unangenehm dem anderen Geschlecht gegenüber. Einem Männchen sind die Weibchen schutzlos ausgeliefert, gäbe es nicht den Herren von nebenan, der bei Streitigkeiten zu Hilfe eilt. Als Belohnung darf er sich mit den betroffenen Weibchen paaren und erhält sich sozusagen eine Fangemeinde mit der er Nachkommen zeugt. Wenn jedoch Weibchen sich gegenseitig attackieren greift das Männchen nicht ein, man will sich ja schließlich nicht bei anderen Damen unbeliebt machen.
Da sich bei den Krabben alles um das Imponiergehabe dreht, und Kämpfen dadurch ausgewichen wird, basteln sich einige verletze Männchen, die ihre Schere verloren haben aus Treibgut und anderen Materialien einen Ersatz. Hier ist Kreativität gefragt, oft übertreiben die Männchen in dem sie sich riesige Scheren zusammen stellen. Im Nahkampf zwar untauglich, doch rentieren sich die "Prothesen": Von weitem nehmen viele Männchen Reiss Aus...