Farbenprächtig: Seenacktschnecken
Auf dem ersten Blick könnte man sie kaum als solche erkennen: Seenacktschnecken. Vom Aussehen her haben sie wirklich nur wenig mit den landbewohnenden Nacktschnecken gemein. Besonders auffallend sind ihre prachtvollen Farben. Jene dienen jedoch fast ausschließlich zur Wanung oder zur Tarnung: Derartige Seeschnecken wie die hier gezeigte Chromodoris timor (By Nhobgood)sind toxische Gesellen, welche deswegen auch kaum Feinde zu fürchten haben. Sie bilden eine Schwestergruppe der Schnecken welche auch Nacktkiemer genannt wird. Alle Mitglieder sind gehäuselos, farbenfroh und bewohnen die Ozeane. Wie auch alle anderen Schnecken sind Seenacktschnecken Hermaphroditen, also Zwitter, welche sich so mit beliebigen Artgenossen fortpflanzen können.
Ihre Formenvielfalt ist gewaltig: 3000 Arten kommen weltweit in warmen Meeren vor. Einige mit federartigen Auswüchsen, andere rundlich wie die rechts gezeigte Koi-Prachtsternschnecke (by Steve Childs)Über außergewöhnliche Vertreter der Nacktkiemer wurde in der Meeresbucht bereits öfter berichtet: So über bestimmte Arten der Fadenschnecken, welche Gene von Pflanzen über Generationen hinweg über sich einbauen können. Oder über Glaucus atlanticus, eine Schnecke die sich rückenschwimmend von Quallen ernährt.
Auch Schnecken können eben interessante Tiere sein.