Dunkleosteus: Fisch mit Biss
Heute wird mal wieder ein Topräuber aus längst vergangener Zeit vorgestellt, diesmal, ist es der Dunkleosteus. Um ihn zu finden müsste man ca. 370Mio Jahre zurückreisen in das Devon. Damals lebte der Jäger in Nordamerika, Europa und Nordafrika und er war das größte Raubtier seiner Zeit: Ein ausgewachsener, großer Dunkleosteus war bis zu 10m lang und kräftig gebaut. Sein Kopf und das dazugehörende Drittel seines Körpers war mit Panzerplatten bedeckt. Er gehörte zu den sogenannten Placodermi, einer Fischfamilie, die allesamt dieses Merkmal besaßen und zu ihrer Zeit sehr erfolgreich waren. Ein besonderes Merkmal an Dunkleosteus sind aber seine Kiefer. Das Bild (Aus Tim Haines´ Sea Monsters )zeigt es gut. Was etwas verwundert ist, dass Dunkleosteus keine Zähne hatte. Sein Gebiss bestand aus Knochenauswüchsen welche direkt aus dem Kiefer wuchsen! Diese gewaltigen Beisswerkzeuge schliffen beim öffnen und schließen des Maules an einander, so blieben sie stets scharf. Die Beisskraft des Dunkleosteus liegt bei mindestens 5,4 Tonnen pro Quardratzentimeter. Genaue Messungen lassen sich schlecht anstellen. Dunkleosteus konnte eigentlich alles verwerten, mit seinen scharfen, kräftigen Knochenauswüchsen, konnte alles jagen was ihm vors Maul schwamm, möglicherweise konnte er Beute auch durch rasches Öffnen des Mauls einsaugen.
Doch auch dieses Monster konnte sich gegen seine sich ständig veränderde Umwelt und neue Arten in seinem Lebensraum nicht erwehren. Nachdem es Millionen von Jahren der Herrscher der Meere war, starb es an der Karbon- Devongrenz vor ca. 360 Millionen Jahren aus.