Meeresfaultiere?
Unter einem Meeresfaultier kann man sich nur schwer etwas vorstellen, noch unglaublicher mag es klingen, dass es dieses Wesen sogar einmal gegeben hat. Der Name des Tiere: Thalassocnus.
Dieses Wesen ist vollkommen einzigartig in seiner Lebensweise. Es lebte vor 7 - 2,5 Millionen Jahren an der Westküste Südamerikas und war so groß ein Grizzly-Bär. Das Riesenfaultier war ein Pflanzenfresser, der seine Nahrung in den seichten Küstengewässern seiner Heimat fand. Die Tiere sind zur Futtersuche abgetaucht und rissen sich mit ihren respektabelen Klauen Seetang vom Grund. Damals waren die Südamerikanischen Küsten von vielen seltsamen Wesen bewohnt. Neben dem Thalassocnus fand man z.B noch Odobenocetops leptodon einen kleinen Verwandten der heutigen Gründelwale, bei dem die Männchen durch zwei nach hinten zeigende Stoßzähne auffielen. Der eine Zahn maß fast einen Meter, der andere nur um die 30cm, eine solche Asymmetrie ist besonders bei Säugetieren eine Seltenheit.
Wenn man sich weiter hinaus wagte traf man auf den Grund warum die kleinen Wale und Faultiere nur in den seichten Gewässern lebten: Carcharocles Megalodon, ein maximal 20m langer enger Verwandter des Weißen Hais, der mächtigste Raubfisch aller Zeiten, der seinen Hunger mit Walen stillte. Während den Zeitaltern des Miozäns bis frühen Pleistozäns waren die Südamerikanischen Küsten also kein sehr sicherer Ort...