Müll verschmutzt Meere mehr als angenommen
Japanische Wissenschaftler stellten auf dem Treffen der American Chemical Society neue alarmierende Ergebnisse vor: Das Meer wird immermehr zum Abfalleimer der Menscheit. Überall auf der Welt wird Müll in die Ozeane gepumpt. Es haben sich ganze Müllteppiche in Meeresströmungen gebildet, der größte befindet sich im Pazifik und ist beinahe so groß wie Mitteleuropa (!!!!!). Bis zur Vorstellung des japanischen Projekts dachte man, der Müll würde "nur" die Meere verunreinigen und Tiere töten die ihn aus Verwechslunggründen fressen. Er würde sich mit den Jahren enorm langsam abbauen und sich dann am Grund absetzten. Nun stellt sich heraus, dass der Müll nur binnen einem bis zwei Jahren bereits stark zersetzt ist, die Sonne und das Wasser beschleunigen den Prozess des sonst so haltbaren Plastiks. Was man ebenfalls nicht wusste: Beim auflösen setzt das Plastik gefährliche chemische Stoffe frei. Diese können Krebs hervorrufen, Gene schädigen und den Hormonkreislauf durcheinander bringen. Durch die Nahrungskette gelangen die Stoffe von Tier zu Tier, von Zooplankton bis zum weißen Hai, sozusagen. Zu 100% sicher ist man sich nicht, aber beinahe, da alle Zeichen dafür zusprechen scheinen. Kann man das Problem kurzfristig nicht beseitigen, weiterhin werden die Meere verschmutzt, und eine Plastikbergung auf dem Ozean ist kostspielig und bringt nicht viel. Gerade wird an Ideen gebastelt, dass Problem in den Griff zu bekommen, aber es könnte noch eine lange Wartezeit werden...
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