Ratten und Co.: Unfreiwillig eingeschleppte Arten
Die Karibikinsel Antigua war ein wahres Naturparadis, bis im 16. Jahrhundert die westlichen Einwander kamen. Diese betrieben Landwirtschaft und schleppten Ratten und Mungos ein. Diese vernichteten rasch die Gelege der einheimischen Reptilien, unteranderem die der Antigua Schlanknatter. Jene bis zu 60cm lange Schlange war fast ausgestorben, es existiert nur noch ein kleiner Restbestand auf einer vor Antigua gelagerten Insel und in Zoos. In der Natur sind es noch ca. 100 Tiere. Der Mensch greift weltweit in solche Lebensräume durch unfreiwillig eingeschleppte Arten ein. Gewollte Einschleppung von Arten ist etwas anderes aber nicht minder gefährlich (Siehe HIER). Auf Hawaii haben eingeschleppte Ratten und Mungos verschiedene Vogelarten an den Rand der Ausrottung getrieben und auf Mauritius waren sie zusammen mit Schweinen und Affen für das Aussterben des berühmten Dodos verantwortlich. In den neuen Lebensräumen können sich die "illegalen Einwanderer" unbegerenzt ausbreiten. An unzähligen Orten das gleiche Bild. In Tasmanien sind es z.B Füchse. Am meisten haben Inseln mit ihrer oft endemischen Fauna darunter zu leiden. Mittlerweile werden auf Schiffen bessere Kontrollen durchgeführt, da reisen keine Ratten oder Mungos mehr mit, zumindest meistens nicht. Leider weiss man kaum wie man die Störenfriede wieder los werden soll, immer wieder neue Methoden werden ausprobiert, funktionieren aber nur teilweise. Zumindest konnten Teile von Antigua von den Ratten bereinigt werden, fragt sich nur, für wie lange.
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