Lichter in der Tiefe
Alles ist schwarz, kein Lichtschein dringt bis hierher in die Tiefsee, doch was ist das? Ein Leuchten! Und dann schwimmt der Fisch hin zum Licht und wird mit einem Bissen gefressen. In der Tiefsee locken viele Räuber ihre Beute mit Leuchtködern. Die bekanntesten sind die Tiefseeanglerfische, die ihren Köder auf einer fleischigen "Angelroute" tragen, eine umgewandelte Rückenflosse. Und wenn dann ein Beutetier von dem Leuten gelockt wird, kann der Jäger mit seinem übergroßen Maul auch Tiere verspeisen, die annährend so groß sind wie er selbst. Fische in der Tiefsee besitzen oft dehnbare Mägen. Es ist selten dass man dort auf etwas fressbares stößt, deshalb muss man nehmen was man kriegen kann. Der Pelikanaal besitzt ein riesiges Maul, was ein Drittel der Körperlänge ausmacht, jenes und sein dehnbarer Magen erlauben es, Beute zu fressen, die sogar noch massiger ist als er selbst. Er ködert ebenfalls mit Licht. Jenes wird bei allen Fischen durch Bakterien produziert, der leuchtende Stoff wird dann Bioluminessenz genannt. Licht kann aber auch in der Defensive nützlich sein. Kleinkrebsen stoßen bei Gefahr einige Tropfen einer leuchtenden Flüssigkeit aus, die durch das Wasser schießt und plötzlich in einem Lichtblitz explodiert, dies soll Jäger verwirren. In einer Welt der Finsternis ist es nicht leicht zu überleben, da muss man schonmal tief in die Trickkiste greifen.
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