Fische lernen schnell
Immernoch ist die Rede vom "dummen Tier". Dabei stehen unsere bepelzten, gefiederten, gechuppten oder anderweitig bestückten Freunde aus dem Tierreich uns geistig sehr nahe wie Hier vor einiger Zeit beschrieben. Ein neues Experiment mit Zwergstichlingen, scheint dies zu bestätigen. Man wollte die Lernfähigkeit der kleinen Fische testen und kam zu einem erstaunlichen Ergebnis: Die Tester wurden in ein Wasserbecken gegeben, welches zwei Futterbehälter enthielt. Der eine gab eine kleine Portion schmackhafter Würmer ab, der andere eine große. Die Fische erkannten rasch, dass der eine "Feeder" mehr hergab, aber das ist natürlich nichts besonders. Nun wurden sie in ein anderes Becken gegeben, und die Feeder im ersten Bassin wurden vertauscht. Neue Stichlinge wurden zu den Futterautomaten geführt. Das Becken der vorherigen Probanden, wurde so positioniert, dass die Insassen freien Blickfeld auf das Feeder-Becken hatten. Sie sahen wie die anderen Fische am falschen Feeder zu fressen scheinen. Schliesslich wurden sie zurück ins Bassin zu den Wurmspendern gebracht. Sie frassen dort wo die Artgenossen auch ihr Mahl einnahmen. Sie lernten also durch zuschauen. Bald wurden die Tests weiter wiederholt mit neuen Positionen und so weiter. Dabei stellte sich heraus, dass die Fische überlegen, wem sie mehr vertrauen sollten, sich selbst, den gerade fressenden, oder der gesamten Mehrheit. Die Knobelei war nach einigen wissenschaftlichen Angaben klar zu erkennen. Und die Fische merkten sich die Positionen genau, was auf ein Erinnerungsvermögen schliessen lässt. Viele hätten solchen kleinen Fischen, derartiges nie zugetraut, dabei müssen wir feststellen, dass die Natur mehr vermag als angenommen, und das auch ein Stichling das Adjektiv "denkend" verdient hat.
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