Selbstmord auf Befehl
Das Würmchen Pomphorhynchus laevis verbringt sein Larvenstadium in einem Flohlkrebs. Doch kann er sich dort nicht zu einem geschlechtsreifen Tier entwickeln. Dafür muss er den Wirt wechseln: Er benötigt einen Flußbarsch. Doch wie kommt der Wurm dorthin? Er schüttet Serotonin aus, einen Stoff der auf das Gehirn des Flohkrebses einwirkt. Der Geruchssinn wird manipuliert, so dass der Krebs seine Feinde nicht mehr richtig wahrnehmen kann und dem Barsch womöglich sogar ins Maul schwimmt. Der Wurm entwickelt sich hier zum geschlechtsreifen Tier und legt seine Eier ab. Diese werden durch den Fischkot ausgeschieden der von Flohkrebsen gefressen wird. So schliesst sich der Kreis. So hinterhältige Tricks, Selbstmord auf Befehl. Die Natur kann halt auch anders...
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