Klimakonferenz: Die entscheidende Woche hat begonnen
Jetzt geht es
erst richtig rund bei der Klimakonferenz in Kopenhagen: Sowohl bei den Abgeordneten als auch bei den Demonstranten brodelt es. So greift der Sudan als Sprecher der Schwellen- und Entwicklungsländer Deutschland an, die Bundeskanzlerin hätte zwei Gesichter: Das eine sorge in ihrem Land für eine gute Ökopolitik, das andere sorge für eine zum Ausgleich schlechte Außenklimapolitik, man schere sich kaum um die anderen Länder außerhalb der EU.
Die Union hatte erst kürzlich das Angebot gemacht, den Entwicklungsländern eine Summe von 2,43 Milliarden Euro jährlich zu spenden. Der Sudan kontert mit aus der Sicht der Industrieländer unhaltbarer Forderungen: Bis zu 500 Milliarden bräuchten die Entwicklungsländer um alles ökologisch umzurüsten. Außerdem rät der Sudan finanzielle Mittel zur Bewältigung der Finanzkrise und für das Militär einzusparen, insbesondere die USA gäbe zu viel für letzteres aus.
Ebenso turbulent geht es aus den Straßen von Kopenhagen zu: Über 700 Demonstranten wurden festgenommen, der Trubel geht immer weiter.
Unterdessen beurteilte die Organisation Germanwatch die Klimapolitik verschiedenster Länder in einem Klimaindex, aus dem besonders große Schwellenländer hervorspringen, sie haben in den letzten Jahren ihre Klimapolitik bei weiten am besten verändert, Brasilien ist auf den ersten, Deutschland auf den siebten Rang als Klimaschützer gerückt.
Was keine gute Nachricht ist das kein Land mit seiner Politik wirklich heraus sticht, "gute Noten" konnten kaum vergeben werden.
Momentan sind diese großen Schwellenländer aber große Sorgenkinder, der Grund: Sie blockieren die Verhandlungen. Sie werden solange blocken bis die Industrieländer sich auch vertretbare Ziele geeinigt haben. Damit bringen sie die gesamten Verhandlungen durcheinander und gefährden akut den Erfolg der Klimakonferenz, wie es weiter geht werden wir morgen sehen, viel Zeit bleibt nicht mehr, die Konferenzen sind bald vorrüber...