Boxerkrabben
Unter einer Boxerkrabbe kann man sich eine Menge vorstellen: Z.B einen großen Krebs der mit seinen kräftigen Scheren Kontrahenten im boxähnlichen Schlägen vertreibt, . Tatsächlich ist die Boxerkrabbe (Lybia tesselata) nur 6cm von Bein zu Bein breit. Der Gesell ist zwar auffällig gefärbt (Bilderlink unten) doch besitzt er nur kleine Scheren, er ist nichtmals giftig. Und trotzdem hat der Zwerg nur wenige Feinde zu fürchten. Das Geheimnis: Er ist eine Symbiose mit einer giftigen Anemone eingegangen. Jeder Krebs hat normalerweise zwei Anemonen in seinem Besitz, eine an jeder Schere, welche von ihren eigentlichen Standpunkten aufgelesen werden. Die Anemone bietet ihm Schutz, und er der Anemone Futter indem er sie mit Nahrungsresten versorgt. Diese speziellen Boxhandschuhe machen den Krebs nahezu unangreifbar für Fressfeinde. Wenn der Krebs den Feind im Auge behält und ihm die Anemonen entgegenstreckt nimmt jener meist Reiss Aus. Besonders wirksam sind die Waffen gegen Kraken, welche den Hauptfeind der Krabben darstellen. Auch bei Revierkämpfen werden die Anemonen eingesetzt, so kommt es zu regelrechten Boxduellen. Ablegen tut der Krebs die Anemone nur bei der Häutung. Dabei ist die gefahr jedoch groß, dass das Waffenarsenal von einem Artgenossen entwendet wird. In diesem Fall heißt es, neue Handschuhe zu finden, mit denen der kleine Krebs sich behaupten kann.
Wer sich das außergewöhnliche Schalentier mal ansehen möchte tut dies HIER.