Krabbenwanderung
Auf den Weihnachtsinseln einer Inselgruppe im Indischen Ozean, spielt sich jährlich ein bizarres Schauspiel ab, was Touristen nur so anzieht: Die Wanderung der Weihnatsinsel-Krabben. Von Bein zu Bein messen die Landkrabben bis zu 20cm. Das ganze Jahr über leben sie in den Wäldern der Inseln, bis ihre innere Uhr ihnen mitteilt, dass es Zeit wird, sich auf den Weg zur Küste zu machen. Alle 30 Millionen Krabben der Weihnachtsinseln. wandern gleichzeitig los. Sie verfolgen dabei alte Routen, jene Wege die sie schon vor tausenden von Jahren gelaufen sind. Dabei ist es völlig egal, ob mittlerweile Straßen oder Wohngebiete die alten Pfade blockieren, ihnen wird weiter gefolgt. Im November sollte man deshalb die Haustür nicht unnötig aufstehen lassen wenn das Eigenheim auf der Route liegt. Sonst kommt man nach Haus und die Wognung ist ghefüllt mit verwirrten Krabben. Für Autofahrer ist der November so ebenfalls riskant: Wer Krabben überfährt beendet damit nicht nur ihr Leben sondern auch die Laufzeit seiner Autoreifen: Die kräftigen Scheren der Krabben durchstoßen beim Überfahren das Gummi. Die Krabben sind zur Hauptattraktion der kleinen Inseln geworden und ziehen jährlich Massen von Touristen an. Die weiblichen Krabben welche nach der Paarung in den küstennahen Wäldern von den Männchen verlassen werden, müssen nun an die Küste gelangen, während sich die männlichen Krabben auf den Heimweg machen.. Dort müssen sie im flachen Wasser die befruchteten Eier ins Meer abgeben. Dies ist eine verzwickte Angelegenheit: Wenn die Weibchen abgetrieben werden, ertrinken sie, nur die Jungtiere besitzen funktionsfähige Kiemen. Und während sich die erschöpften Mütter wieder ins Landesinnere begeben, reifen die Jungtiere heran, die nach ihren fünf Jahren bis zur Geschlechtsreife dann auch die große Wanderung unternehmen werden.
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