Dornenkronenseestern: Korallenvernichter am Werk
Bis zu 40cm von Arm zu Arm misst ein ausgewachsener Dornenkronen-, oder Königs-Seestern. Sie sind leicht an ihren Stacheln zu erkennen, von denen einige, mit Gift gefüllt, zu schmerzhaften Sticken führen können. Seesterne sind normalerweise ja friedliche Muschelfresser: Sie stülpen ihren Magen über das Schalentier und lösen es mit einem Verdauungsenzym auf. Der Königsseestern ist aber auf etwas anderes aus: Korallenriffe! Er frisst mit der gleichen Methode an Korallen, bis von denen nur noch ein Kalkskelett übrig ist. Bis zu 13 Quadratmeter Riff kann ein Seestern jährlich zerstören. Da ist eigentlich nichts dabei, aber in letzter Zeit werden es immer mehr Seesterne und sie kommen immer öfter in die Riffe: Es sind tausende, einigen Angaben nach Millionen von ihnen, die immer öfter über das australischer Great Barrier Reef herfallen. Sie richten in ihrer Masse enorme Schäden an. Aber wie kommt es zu der Seesterninvasion? Der Mensch ist mal wieder Schuld. Durch die Flüsse gelangen Düngemittel ins Meer, die für eine stärkere Algenblüte sorgen. Dies ist wiederum für die jungen Seesternlarven von Vorteil die sich von Algen ernähren und so besser wachsen können. Noch dazu fehlen die Feinde der Larven, Fische. Jene sind durch Ausbeutuing der Meere dezimiert worden.
Nun wurden im Great Barrier Reef Seestern-Patrouillen eingerichtet, die den Bestand der Stachelhäuter eindämmen sollen.Nur leider nützt dies nicht viel: Bis zu 5 Millionen Nachkommen kann ein Seestern jährlich produzieren.