Elektrofische: Lebende Batterien
Viele Fische haben besondere Fähigkeiten, zu den interessantesten zählt aber jene, elektrische Ladungen zu erzeugen. Weltweit gibt es hunderte Fische mit dieser Fähigkeit. Aber nur sehr wenige können überhaupt ein Ladung abgeben, die für einen Schock bei einem Menschen genügt. Die Fische nutzen den Strom zur Orientierung und Ortung im Wasser, einige Arten generieren ein kleines Stromfeld um sich um vor Gefahr gewarnt zu sein, feine Rezeptoren können die Spannungen wahrnehmen. Erzeugt wird der Strom von umgewandelten Muskeln, den Elektrozyten. Eigenlich sind es nur 3 Arten, die richtig "elektrisierend" sind. Der Fisch mit dem Namen Zitterwels z.B, kann bis zu 350 Volt erzeugen. Der Torpedo- oder atlantische Zitterrochen ist dazu noch recht aggressiv. Bis zu 220 Volt werden bei ihm erzeugt. Dies genügt um einen Menschen ohnmächtig zu machen, bei einem Taucher der den Rochen stört, fatal. Der Zitteraal (der passende lateiische Name: Electrophorus electricus) ist aber der Meister des Elektroschocks. Bis zu 600 Volt erzeugt er mit seinen Elektrozyten, die 80% des bis zu 2,4m langen Körpers ausmachen. Solche Ladungen können in speziellen Fällen sogar tödlich wirken. Der Zitteraal gehört zu den Neuweltmesserfischen, einer relativ kleinen Gruppe von Süßwasserfischen, er ist also nicht mit den echten Aalen Verwandt. Er nutzt den Strom zur Jagd, zur Verteidigung und sogar zur Verständigung untereinander indem er sanfte Stöße abgibt.
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