Riesenmuscheln: Was steckt dahinter?
Im Indopazifik lebt die große Riesenmuschel (Tridacna gigas). Sie wird bis zu 1,40m lang und unglaubliche 500kg schwer. Damit ist sie die größte Muschel überhaupt. Besonders auffälig sind ihre "Lippen" an den Schalenenden. Dort leben Algen welche die Muschel mit Nährstoffen versorgen. Schon seit langem stehen Riesenmuscheln, deshalb auch Mördermuschel genannt, im Ruf ein gefährliche Wesen zu sein, die nach tauchenden Menschen oder Tieren schnappen und sie wegen ihres enormen Gewichts am Auftauchen hindern und somit töten. Doch an diesem Mythos ist wenig dran. Die Riffbewohner können ihre Schalen mithilfe eines speziellen Schließmuskels nur sehr langsam öffnen und schließen. Außerdem könnten sie eine Nahrung wie den Menschen nicht aufnehmen. Es besteht normal also keine Gefahr. In Notfällen sollte man der Riesenmuschel aber trotzdem nicht in den Schlund greifen. Ein dokumentierter Fall aus den 1930er Jahren erzählt von einem Perlentaucher, der nach einem besonders feinen Exemplar in einer wohl fast geschlossenen Muschel griff. Aber er war zu langsam und die Muschel klemmte seinenArm ein, er ertrank. Außer diesem Mann ist aber noch niemand dokumentiert an einer Riesenmuschel, und eine Dunkelziffer ist auch eher unwahrscheinlich.
Leider sind auch diese prachtvollen Riesen von der Überfischung und dem Klimawandel betroffen. Durch Zucht wird jedoch an einem Erhalt der Riesenmuschelarten gearbeitet.