Luftpiraterie
Mit manchmal über zwei Meter Spannweite sind Fregattvögel große Jäger auf den Galapagosinseln und den weltweiten tropischen und subtropischen Meeren. Besonders auffällig ist das Mänchen durch seinen aufblasbaren, roten Hautsach an der Kehle. Außer dass
das Weibchen etwas blasser ist und eine weiße Unterseite besitzt unterscheiden sich die Geschlechter kaum. Besonders in der Brutsaison vertrauen die Vögel auf ihre Größe und Kraft. Sie jagen nicht selbst sondern nehmen anderen Jägern auf spektakuläre Weise die Beute. Wenn eine Möwe einen Fisch fängt und auf größere Höhe aufsteigt, kommen die Fregattvögel ins Spiel: Oft zu zweit aber auch allein überfallen sie den ehrlichen Jäger. Durch heftiges Rammen oder traktieren am Schnabel wird dieser dazu gezwungen den Fisch abzugeben, sonst würde er möglicherweise ungebremst in die Tiefe stürzen, lässt er dann die Beute fallen, ergattert sich der Fregattvogel den Fang in eionem Sturzflug. Das ist Routine, deshalb versuchen Tölpel, Möwen und Co. ihren Fang möglichst schnell in Sicherheit zu bringen. Brutal wird es, wenn sich die Räuber in Gruppen zusammenrotten und Nester oder Altvögel überfallen. Dabei wird in ständigen Attacken ein Beutetier zu Tode "geprügelt".
Mit Fegattvögeln ist also nicht zu Spaßen. Wer sich eine kurze Prügelattacke mal ansehen möchte klickt hier.