Quallenplagen
Jedes Jahr kommen sie, und jedes Jahr wird es schlimmer: Quallen vor Japan. Die anreisenden Nomura-Quallen, zählen zu den größten Nesseltieren überhaupt, sie erreichen einen Durchmesser von 2m und ihre Tentakel werden bis zu 5m lang. Seit einigen Jahren häufen sich die Quallen die seit je her in die japanischen Gewässer schwimmen. Die bis zu 200kg schweren Tiere ernähren sich ausschließlich von Plankton, besitzen aber ein wirksames Nesselgift. Jedes Jahr häufen sich die Quallen, 2009 sind es schätzungsweise 20 Milliarden!(!!!) Sie richten Schäden in der Fischerei an, besonders aufsehenerregend war der Fall, als die Weichtiere ein Kernkraftwerk lahm legten, in dem sie die Kühlwassereinlässe blockierten. 2005 richteten die Quallen Schäden in Höhe von 100 Millionen Dollar an. Weltweit gibt es diese Quallenprobleme. Die auf dem Wasser treibende, extrem giftige portugiesische Galeere, eine Staatsqualle, tritt vermehrt in der Straße von Gibraltar auf. Auch so nimmt die Quallenzahl zu, aber warum? Des Rätsels Lösung ist einfach: Die Feinde der Quallen, die Fische fehlen. Die Fischerei hat die Bestände arg dezimiert, immer mehr Beifang geht ins Netz. Und weniger Fische, heisst mehr Quallen. Ohne die Flossenträger, die Quallenlarven und Jungquallen vertilgen breiten sich die Weichtiere wie in Japan ungehemmt aus. Man konnte dies in den letzten Jahren gut beobachten. Das Ökosystem ist aus dem Fugen gebracht worden, und wieder hat der Mensch es zu verantworten. Hoffentlich kommt da nicht noch mehr auf uns zu.
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