Steckbrief:
Name: Geistermuräne, Nasenmuräne (lat: Rhinomuraena quaesita)
Länge: bis zu 1,30m
Färbung: nach alter unterschiedlich Lebensraum: Riffe um Nordaustralien bis Ostchina und Japan in bis zu 55m Tiefe, vereinzelt im Indischen Ozean zu
finden Status: gesichert- gering gefährdet Systematik: Klasse: Fische
Unterklasse: Knochenfische
Ordnung: Aalartige
Familie: Muränen
Gattung: Rhinomuraena
Art: Rhinomuraena quaesita
Über die Geistermuräne
Seltsames
Leben
Das hört sich für uns Säugetiere vielleicht seltsam an, ist aber für einige Fische nichts besonderes: Alle Geistermuränen vollführen, wenn sie alt genug werden, eine Geschlechtsumwandlung.
Insgesamt wechseln Geistermuänen oft ihr Aussehen: Als Jungtiere haben Geistermuränen eine Vollkommen schwarze Färbung. Früher wurden diese Jungtiere als eigene Art, die schwarze Nasenmuräne,
gewertet, bis bekannt wurde, dass es sich nur um juvenile Tiere handelt. Beim Eintritt ins Erwachsenenalter färben sich die Männchen blau mit gelber Kopfzeichnung (oben) die Weibchen dagegen, sind
als adulte Tiere an ihrem ausschließlich gelbgrünen Körper zu erkennen. Doch nun das, was die Geistermuränen von allen ihren Muränenverwandten unterscheiden, etwas was unter ihnen nur männliche
Geistermuränen vollführen: Die Muränen wachsen auch als adulte Tiere, ab einer Größe von 95cm wandeln sich alle männlichen Tiere in Weibchen um. Geschlechtsorgane und Färbung ändern sich, bis die
Verwandlung abgeschlossen ist.
männliche und weibliche Geistermuräne
Mehr über Geistermuränen
Mit 1,20m gehört die Geistermuräne zu den Muränen mittlerer Größe. Außerdem ist sie wohl der farbenfroheste Aal. Wie alle Muränen bewohnt sie Riffe und verbringt die meiste Zeit in ihrer Höhle, auf
potenzielle Beute, kleine Fische und Krebse, lauernd. Wozu die bei beiden Geschlechtern vorhandenen Auswüchse dienen herrscht noch Unklarheit. Was man jedoch sicher weiß ist, dass die
bedrohlich wirkenden Geistermuränen für Menschen keine Gefahr darstellen. Wegen ihrer Färbung könnte man vermuten, dass diese Aale giftig sind, was jedoch, wie bei allen Muränen, nicht
zutrifft. Zwar wurde bei zwei Muränenarten ein schwaches Hautgift ( nicht weiter tragisch für den Menschen) nachgewiesen, doch besitzen sie, anders als oft angenommen, keine Giftzähne. Im
Gegensatz zu Muränenblut, welches beim Verzehr tödlich sein kann.