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Der Weiße Hai: Killerhai oder Touristenattraktion
Steckbrief:
Name: Weißhai; ; Weißer Hai;Menschenhai(lat. Carcharodon carcharias)
Länge: je nach Geschlecht 4m bis 8m
Gewicht: bis zu dreieinhalb Tonnen
Lebensraum: Indischer Ozean; Südafrika bis zu den Seychellen; im Roten Meer;
westlichen Pazifik südöstliches Russland bis Australien und Neuseeland
Färbung:dunkelgraue, graubraune oder blaugraue Färbung. Die Bauchseite weiß gefärbt
Systematik
Klasse: Fische
Unterklasse: Plattenkiemer
Ordnung: Ammenhaiartige (Orectolobiformes)
Familie: Makrelenhaie
Gattung: Carcharodon
Mehr über den Weißen Hai
Ein Raubfisch prescht meterhoch
aus dem Wasser und teilt dabei eine zeieinhalb Meter lange Robbe in der Mitte. Das ist der berühmte aber berüchtigte große Weiße Hai! Das oben beschriebene Spektakel ist in Südafrika alltäglich,
dort leben die Raubfische in großer Zahl. Auschlagend dafür ist die Robenpopulation, welche die Hauptnahrung für den weißen Hai bildet. Der weiße Hai ernährt sich von kleinen Fischen bis zu
Zahnwalen mittlere Größe. Er ist der größte lebende fleißfressende Hai
überhaupt. Seine Jagdtechnik ist simpel aber erfolgreich: Der Hai taucht
ab, nachdem er an der Oberfläche ein Beutetier entdeckt hat. Danach beschleunigt er und rammt in das Opfer, welches gleichzeitig mit den riesigen Kiefern zermalmt wird. Durch den
Schwung springt der Hai deshalb auch oft noch weit über die Oberfläche. Wenn das Beutetier nun noch nicht tot ist, wartet der Hai bis es verblutet. Wenn sich der Räuber nicht sicher ist ob
das anvisierte Objekt fressbar ist, setzt er einen "kleinen" Probebiss, dieser ist manchmal stark genug um einen Menschen den Arm abzureißen. Der weiße Hai ist auf Säugetiere als Beute
spezialisiert, somit trifft man ihn meist in Küstengewässern an. Die Männchen des Einzelgängers sind etwas kleiner als die Weibchen. Weiße Haie sind lebendgebärend, ziehen ihre Jungen jedoch, wie
alle Haie, nicht auf. Die Sinne des Weißen Hais sind wie die aller seiner Verwandten sehr gut ausgeprägt, er hat einen feinen Geruchssinn und ein gutes Gehör. Worin er aber wohl allen anderen
Haien überlegen ist, dass sein Sehsinn weitaus höher entwickelt ist. Während Haie normalerweise eher durch den Geruchssinn und den "Elektrosinn" zu ihrer Nahrung finden, (Was nicht heißt, dass
sie keine guten Augen haben) benötigt der Weiße Hai zur Peilung der anzugreifenden Silouette an der Oberfläche auch ein ausgeprägtes Sehvermögen. Bei der Jagd ist der Weiße Hai vorsichtiger als
andere Haie, da er ar auf sein Augenlicht bedacht ist. Außerdem: Einige meinen, einem ausgewachsenen Hai könnte nichts in den Weltmeeren gefährlich werden, doch: Wenn ein Weißer Hai auf einen
Orca trifft, kann er nur den Rüchzug antreten. Die raffinierten Wale wurden schon des öfteren bei der erfolgreichen Jagd auf weiße Haie beobachtet.
Der Menschenfresser und der Tourismusmagnet
Mit dem weißen Hai wird oft Angst und Gefahr in Verbindung gebracht. Aber warum fürchten wir uns vor einem Tier, dass wir kaum kennen? Schon in der Antike begann man, das Image der Haie zu
"beschmutzen". Seefahrer, insbesonders Fischer erzählten von den riesigen, hungrigen Monstern. Nun gut, wenns ums fressen geht kennen Haie kein Tabu: Die Fischer sahen die Raubtiere wie sie
gewaltsam versuchten an den Fang zu gelangen. Dass Haie dieses Verhalten nur unter bestimmten Umständen zeigen wusste man damals nicht. Noch dazu wurde arg übertrieben wenn die Seemänner
ihre Abenteuergeschichten verbreiteten. Immer wieder wurden die Haie als Ungeheuer beschrieben und die Zuhörer glaubten fest an
die Geschichten der Seefahrer. Die Zeit vergeht, das Meer wird immer mehr befahren, die Haie kommen wieder ins Gespräch. Dann kam das Jahr 1916, vor New Jersey tötet ein weißer Hai mehrere
Menschen, die Presse verbreitet die Nachicht über die ganze Welt. Dieser Vorfall inspirierte zum Buch "Der Weiße Hai", welches später verfilmt wurde und auch nicht gerade zur Aufbesserung des
Rufes der Haie beigetragen hat. Auch eine große Rolle beim Mythos Monster-Hai spielt der zweite Weltkrieg. Soldaten deren Schiff versenkt wurde trieben aufs Meer hinaus. Beim Untergang der "Nova
Scotia" sind wohl über hundert Soldaten Haien zum Opfer gefallen. So ist der Ruf des Hais, durch Büher und Filme stetig angeheizt, entstanden. Ungefähr drei bis maximal sieben Menschen fallen dem
weißen Hai jährlich zum Opfer. Wie viele weiße Haie dem Menschen zum Opfer fallen, weiß man nicht. Trophäenjäger stellen ihm immer noch nach, als Beifang wird er tot in den Netzen von Fischern
gefunden und die Haifischflossensuppen-Industrie trägt auch dazu bei, das der Bestand dezimiert wird. Früher wurde jemanden große Ehre zu Teil, wenn man einen Hai fing, man hatte ein "Monster"
erlegt. Doch sind ( Weiße) Haie wirklich so gefährliche Killer? Nein! Haie sind spezialisierte, vorsichtige und faszinierende Fische. Ohne Grund greift ein Hai keinen Menschen an. Und wenn, dann
ist es ein Probebiss, der Hai bemerkt, das "Ding" ist nicht im Beutespektrum enthalten und lässt ab. Haie können gegebenenfalls einen Menschen für eine Robbe halten und ihn deshalb attakieren,
außerdem werden sie von Plantschgeräuschen gereizt, wenn ein Hai in der Nähe ist also nicht herum strampeln. Killermaschienen sind sie nicht, doch sollte man niemals respektlos mit ihnen umgehen,
dadurch werden Angriffe provoziert. Und niemals, sollte man einen Hai unterschätzen, denn Leichtsinigkeit ist das letzte woran man bei einem Tauchgang mit eventuell tödlichen Haien denken
sollte.
Heute lebt eine ganze Brance vom weißen Hai: Der Hai-Tourismus! Insbesondere vor Südafrika ist man hier aktiv. Abenteurer und Menschen auf der Suche nach Nervenkitzel können mit weißen Haien
tauchen. Das kostspielige Vergnügen bietet einiges: Man wird in einem Käfig hinab gelassen und Haie werden durch Fischblut angelockt. Nun kann man sie füttern und ihnen ganz nahe sein, ohne
selbst in eine gefährliche Situation zu kommen. Doch hat der Hai-Tourismus gravierende Nachteile: Die Haie verlieren ihren Respekt vor Booten und Menschen, sie werden aufmüpfig, verlangen Futter
und das ist gar nicht gut. Wissenschaftler meinen, dass das Risiko von einem Hai angegriffen zu werden, in Hai-Tourismusgebieten größer ist als in jenen, wo er nicht praktiziert wird.
Verwandtschaft und Namensgebung
Der weiße Hai ist der einzige Vertreter der Gattung Carcharodon, diese hat sich vor ca. 15 Mio Jahren entwickelt. Noch vor kurzen stellte man den ausgestorbenen
Riesenhai Carcharodon Megalodon auch in diese Gruppe. Er sah aus wie ein weißer Hai, nur viermal so groß. Obwohl er wohl auch gleiche Jagdtechniken anwandte und sich die Zähne ähneln stellt man
den Riesen mittlerweile in die eigenen Gattung "Carcharocles", der Gigant wird heute auch offiziel Charcharocles Megalodon genannt ist aber unumstritten der nächste Verwandte des weißen Hais.
Also war der weiße Hai stets allein in seiner Gattung? Vielleicht schon. Er ist halt etwas ganz besonderes! Seine nächsten heute lebenden Verwandten sind die Makohaie der Gattung
Isurus.
Und wie ist der weiße Hai nun zu seinem Namen gekommen wenn er doch oberseits grau gefärbt ist? Die ersten Fischer die ihn zu Gesicht
bekamen und als eigene Haiart erkannten waren Walfänger. Der Weiße Hai riss sich Stücke vom toten Wal und warf dabei den Kopf nach hinten, wobei seine weiße Unterseite zu sehen war. Die Walfänger
nannten ihn somit, den großen weißen Hai!
Der Meeresbucht Tipp
Die Haltung von weißen Haien in Gefangenschaft ist extrem schwierig. Momentan findet man sie höchstens im Monterey Bay Aquarium, dieses hielt die Raubfische schon des öfteren. Doch gehören weiße
Haie zu den
Hochseehaien, dies bedeutet sie müssen immer und schnell schwimmen, dabei
kommen sie mit den Glaswänden eines Aquariums weniger zurecht als andere Haie. Weiße Haie benötigen enorm viel Wasserfläche und sind mit anderen Fischen und Haien eher unverträglich. Wohl sollen
sie auch schnell gestresst werden und sind für Krankheiten anfällig. Viele Weiße Haie erleiden beim Fang ein Trauma und verweigern dann die Nahrungsaufname. Neue Forschungen sollen den Weißen Hai
als Aquariumsbewohner "erschließen. Bis dahin kann man ihn nur in der Natur beobachten, doch jenes ist, wie im obigen Teil beschrieben auch nicht das Beste.