Der Walhai

Der größte Fisch der Welt: Der Walhai

Steckbrief:
Name: Walhai (lat. Rhincodon typus)                             Walhai im Vergleich zum Menschen
Länge: 8m- 15m

Gewicht: 10t- 12,5t
Lebensraum: weltweit in den tropischen Meeren
Färbung: dunkelbraun- graublau

Lebenserwartung: ca. 100 Jahre
Systematik:

Klasse: Fische
Unterklasse: Plattenkiemer
Ordnung: Ammenhaiartige (Orectolobiformes)
Familie: Rhincodontidae
Gattung: Rhincodon
Art: Rhincodon typus

Über den Walhai
Mit einer Länge von bis zu 15m, vielleicht sogar 18m (20m?), ist der Walhai der größte Fisch und gleichzeitig der größte Hai der Erde. Er ernährt sich jedoch nur von Planktontierchen und kleinen Fischen, die er mit seinen Kiemen aus dem Wasser filtert: Der Walhai saugt Wasser ein und presst es durch seine schwammartigen Kiemen, die Nahrung bleibt dadurch im Maul und kann bequem verzehrt werden. Zähne besitzt der Walhai trotzdem, doch sind sie vollkommen unnütz ( siehe dazu Rekorde der Wale und der Haie ). Die 30000 Zähne im Walhairachen sind ein Erbe seiner Vorfahren und werden im Laufe der Evolution wohl ganz verschwinden, es sei denn sie erfüllen einen Zweck welcher der Wissenschafft bisher unbemerkt blieb. Für den Menschen stellt der Walhai somit keine Gefahr da. Tatsächlich ist er Tauchern gegenüber tolerant, zieht diese sogar durch das Wasser, wenn sie sich an der Rückenflosse festhalten. Doch ist die Kraft des Walhais nicht zu unterschätzen, Unbemerkt kann er mit einem einzigen Schlag seiner Schwanzflosse einen Menschen verletzen oder sogar töten!

Unbekanntes Leben

Der Walhai ist für die Wissenschaft immer noch ein Buch mit sieben Siegeln. Beobachten kann man ihn , wenn er wärend der Sommermonate an der Oberfläche die Planktonschwärme vertilgt. Dabei versammeln sich manchmal bis zu hundert der friedlichen Riesen. Insbesondere vor Südostafrika und den Seychellen kann man die Haie beobachten, die auf Nahrungssuche unermüdlich herumwandern. Eine bestimmte Route, wie einige Wale, scheinen sie nicht zu verfolgen. Doch kehren sie wohl zur Fortpflanzung zum Ort ihrer Geburt zurück und da ist auch schon das nächste Rätsel: Zwar weiß man mittlerweile, dass Walhaie lebende Jungen gebären, doch ist liegt weiteres im Dunkeln. Ein Walhaiweibchen kann bis zu 300 Nachkommen gebären. Deren weiteres Leben ist weitesgehend unbekannt, weil sie unterhalb von 300m leben und in Tiefen auf Beutezug gehen, die ihre Eltern nicht erreichen, so machen sich jung und alt keine Konkurrenz. Merkwürdig ist das Leben der Jungen in der Gebärmutter: Die Mutter steuert die Entwicklung der Embryonen! So, dass sie z.B. nur gebärt, wenn genug Nahrung vorhanden ist, um den Jungen einen guten Start ins Leben zu geben. So können Embryonen verschiedenen Alters parallel aufwachsen. Leider ist über diese seltsame Anpassung kaum näheres bekannt. Der Walhai ist halt ein Rätsel und wird es wohl auch noch einige Zeit bleiben. Aber es ist doch schön zu wissen, dass es in unserer Welt auch noch etwas zu entdecken gibt. 

Giganten der Vorzeit

Der Walhai ist unumstritten der größte lebende Fisch, auch wenn sein entfernter Verwandter, der Riesenhai, mit einer Länge von bis zu 12m schon an ihn heranreicht. Doch ist der Walhai ein hagerer Hering im Vergleich zu einigen Urfischen: Der in Rekorde der Wale und der Haie  schon genauer beschriebene Riesenhai Charcharodon (Charcharocles) Megalodon konnte 18m, einige Wissenschaftler meinen sogar noch größer, werden. Er war also ungefähr so lang wie ein Walhai doch ein Riesenfisch toppt alle anderen, die jemals auf dem Planten herumschwammen: Leedsichthys, aus der Jurazeit vor 155Mio Jahren. Mit einer Länge von 27m vielleicht 30m ist er eines der gewaltigsten Tiere, die das Meer je gesehen hat. Aber zu dieser Zeit waren die Ozeane gefüllt mit riesigen Wesen: Leedsichthys hatte auch Feinde, wie den 28m langen Liopleurodon. Der ist aber wiederum ein Reptil und das ist etwas völlig anderes...             Leedsichthys und Liopleurodon 


Der Meeresbucht Tipp:

Wer selbst mal einen Walhai sehen möchte ohne auf Tauchstation zu gehen, kann ihn in einigen Großaquarien bewundern. In Europa wird man jedoch nicht fündig. Dagegen zeigen das Georgia Aquarium in Atlanta und das Okinawa Aquarium die Riesen. Aber: In den Aquarien erreichen die Haie nicht derartige Größen wie im offenen Meer, auf einen 18m langen Walhai kann man also nicht hoffen. Ob die Haltung von Walhaien der Art gerecht werden kann, darüber lässt sich streiten, genauso, wie darüber ob sie irgendwann mit einer Nachzucht belohnt wird. Doch ist klar, dass jene das Wissen, welches wir über den Walhai besitzen, erweitern wird. 
(Bilder Creative Commons Sharalike)             

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