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Der Bergmolch: Eine blaue Amphibie

Steckbrief:
Name: Bergmolch, Alpenmolch (Triturus alpestris)
Länge: bis 12cm
Färbung: blaugraue Oberseite mit orangefarbenen Bauch, bei Weibchen Oberseite oft marmoriert.
Lebensraum: Südosteuropa, Griechenland, Mitteleuropa, Balkan in Waldgebieten z.T. auch Agrarlandschaften in der Nähe von kühlen Stehgewässern.
Lebenserwartung: ca. 20 Jahre
Bestand: gesichert- gering gefährdet
Systematik:
Klasse: Amphibien
Ordnung: Schwanzlurche (Caudata)
Überfamilie: Salamanderverwandte (Salamandroidea)
Familie: Echte Salamander (Salamandrinae)
Gattung: Wassermolche (Triturus)
Art: Bergmolch
Das Leben des
Bergmolchs

Nach dem Teichmolch ist der Bergmolch der häufigste Molch im deutschsprachigen Raum. Noch dazu ist er durch seine Färbung recht auffällig. Das Bergmolchweibchen ist etwas größer und schwerer als
das Männchen. Wie alle Wassermolche begeben sie sich zur Paarung in Stehgewässer. Überwintern tun Bergmolche an feuchten Orten wie unter Steinen und im Gehölz, zu dieser Zeit sind sie eher
unauffällig schwarz gefärbt, nur die orange gefärbte Unterseite ist auffälig. Ihre Landtracht verlieren die Molche dann zur Paarungszeit, die im März beginnt. Sie bilden einen Ruderschwanz aus
und ihre Oberseite bekommt einen bläulichen Ton. Die Männchen bilden einen 2mm hohen, schwarzweiß gestreiften Rückenkamm aus, auch ihre Flanken verfärben sich weiß mit schwarzen Flecken.
(siehe oben) Beim "Paarungsspiel" wedeln die Männchen den Weibchen mit dem Schwanz Duftstoffe zu, um es zur Paarung zu animieren. Der Schwanz wird dabei wellenförmig und schnell bewegt, am
Körper angewinkelt. (Kommentar: Wir hatten selbst schon mal das Vergnügen bei einem Bergmolch-Paarungsspiel dabei zu sein) Dieses Spiel wiederholt sich oft dutzende Male is es zur Paarung kommt.
Schließlich legen die Weibchen bis zu 250 Eier, allesamt einzeln an Wasserpflanzen
geheftet. Wie bei fast allen Amphibien durchlaufen Bergmolche ein Larvenstadium, dies bedeutet, dass die Jungtiere mit Kiemen ausgestattet die erste Zeit ihres Lebens im Wasser
verbringen und sich mit der Zeit zu adulten "vollständigen" Tieren entwickeln. Die Bergmolchlarven schlüpfen nach 14-30Tagen aus ihren Eiern und sind mit 5cm Länge im Herbst an
Land gehen. Der Herbst beendet das Wasserleben des Bergmolches. Er überwintert nun in Waldgebieten, genau wie der Nachwuchs, der erst mit
eintretender
Eine Bergmolchlarve
Geschlechtsreife das Wasser aufsucht.
In
der Balkanregion gibt es eine Bergmolchpopulation die das Larvenstadium nicht verlässt. Sie werden als Larve Geschlechtsreif und verbringen ihr ganzes Leben im Wasser. Axolotl und
Grottenolme sind auch nur Larven die in diesem Stadium Geschlechtsreif werden nur, dass bei ihnen die ganze Art auf diese Weise lebt. Dass ein Amphieb nicht das Larvenstadium verlässt, nennt
man Neotenie.
Mehr über den
Bergmolch
Der Bergmolch existiert in zehn Unterarten und ist ein typischer Vertreter der Wassermolche. Er ernährt sich von kleinen
Wasserorganismen wie Wasserflöhen und Bachflohkrebsen in der Landphase hauptsächlich von
Regenwürmern. Wie die meisten Amphibien ist der Bergmolch eher nachts aktiv, tagsüber ist er ruhiger, versteckt sich unter Steinen und in Pflanzen. Trotzdem ist der Bergmolch auch am
Tag recht rege. Bergmolche sind noch dazu sehr anpassungsfähig, doch benötigen sie eine angemesse Wasserfläche und ein Waldgebiet für die Landphase sollte in der nähe sein. Anders
als seine Verwandten bewohnt der Bergmolch auch hochgelegene Gebiete, z.B. die schweizer Alpen in bis zu 2500m über dem Meeresniveau. Dies Brachte ihm den Namen Bergmolch
ein.
Der Meeresbucht Tipp
Außer in Ostdeutschland und Teilen Niedersachsens
ist der Bergmolch im ganzen deutschsprachigem Raum anzutreffen. Wer ihn sucht
wird ihn hier von März bis August finden: Stehende Gewässer in waldesnähe, am besten schattig gelegen und kühl. In fischreichen Gewässern wird man den Bergmolch kaum finden, jene nämlich
fressen seinen Laich und die Larven. Größere Fische, wie Forellen sind auch für ausgewachsene Bergmolche eine Gefahr. Die beste Zeit nach Molchen zu suchen ist in der Dämmerung oder Nacht.
Natürlich ist es dann beschwerlicher, man wird aber eher fündig. Am besten informiert man sich bei einer regionalen Naturschutzorganisation über das Vorkommen von Molchen, dort weiss man oft
bescheidt in welchen Gewässern Amphibien zu finden
sind.