Welsfang in der Erft: Thomas Faßbender äußert sich

Veröffentlicht auf von Das Meeresbucht-Team

 Vor kurzem berichtete die Meeresbucht über den Fang eines riesigen Welses im kleinen Fluss Erft, einem Nebenarm des Rheins. Dort zog der Angler Thomas Faßbender den rekordverdächtigen Wels an Land.  Hier geht es nochmal zum Artikel. Nun hat sich Thomas Faßbender heute in einem Kommentar zu seinem Fang geäußert und mir freundlicherweise die Erlaubnis erteilt hier zu berichten. Zuersteinmal habe er den Wels nicht getötet sondern wieder schonend in die Erft zurück entlassen. Dabei hat er zwar gegen das Deutsche Fischereigesetz verstoßen, was besagt, dass man jeden größeren Fisch töten müsse den man fängt, aber er ist da anderer Meinung und (zum Glück) auch viele andere Angler. Außerdem kann man einen so alten Wels eh nicht mehr verwerten, da sich Moder ansetzt welcher das Fleisch ungeniessbar macht.

Viele Angler entlassen ihre Fische wieder in die Freiheit (Catch &Release) und schonen so die Bestände.

Besonders betont hat Faßbender, der seit fast 30 Jahren seinem Hobby nachgeht, dass Angeln gleichzeitig auch als Naturschutz zu betrachten ist. Die Angler lieben und leben die Natur, und tun alles mögliche um sie zu schützen, es geht nicht nur darum die großen Fische zu erwischen, betont Faßbender, ihr Lebensraum muss ebenfalls erhalten werden.  Man sollte also keine voreiligen Schlüsse ziehen! Die deutschen Fischereigesetze sollten ebenfalls geändert werden, da stimmen sicher auch viele Leser hier zu.

Hiermit bedanke ich mich nocheinmal bei Herrn Fassbender, dieser Artikel hat vielleicht die ein oder andere Meinung über Angler geändert und das sollte er auch.

Möglicherweise äußert sich Herr Faßbender persönlich nocheinmal zu den Gegebenheiten...

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Xamantao 11/03/2009 22:19


Ich freue mich, dass Herr Faßbender seinen Fisch nicht getötet hat. Aber eigentlich ist mir die Anglerzunft sehr suspekt. Da werden Fische mit viel Mühe und Geduld aus dem Wasser gezogen, um sie zu
fotografieren und wieder reinzuwerfen. Die sind aber doch verletzt durch diese Angelhaken? (Ich bin zu empfindlich, weiss ich ja.) Ich finde Angeln stinklangweilig, es würde mich nur nervös machen.
Und wenn ich den Fisch eh nicht essen will, brauch ich ihn auch nicht zu belästigen.


Das Meeresbucht-Team 11/03/2009 22:30


Leider scheint sich Herr Faßbender nicht mehr zu melden, vielleicht schat er aber noch mal rein und beantwortetdie Fragen hier, möchtest du vielleicht ander Darwinaktion teilnhmen?


Joachim Hantke 11/02/2009 23:12


Das betrifft aber nur die naturbewussten, ordentlichen Sportangler


Das Meeresbucht-Team 11/03/2009 21:58


hoffentlich sind das mehr als wir denken


Juergen 11/02/2009 22:16


Ich stimme darin überein, dass sich die Anglerzunft auch um den Naturschutz kümmert. Natürlich wollen sie ihre Anglergebiete schützen, damit sie ihrem "Sport" nachgehen können. Die Anglergesetze
sind wohl ebenso schwachsinnig wie so manch andere Gesetze. Ich danke zumindest Herrn Faßbender für seinen Beitrag und um die Aufklärung, die er gegeben hat. Es scheint nicht alles verloren zu sein
in dieser seltsamen Zeit.


Das Meeresbucht-Team 11/02/2009 22:36


hoffentlicht kann herr faßbender zu diesem guten kommentar noch etwas hinzufügen wenn er wieder mal reinschaut...