Unkontrollierbar: Tanganijka-See bald leer gefischt?

Veröffentlicht auf von Das Meeresbucht-Team

Mit 673km ist der Tanganijka-See der längeste Süßwassersee der Erde. Über 350 Fischarten leben in ihm, darunter viele endemische Arten. Bisher war der See ein Naturparadies doch aus einer neuen Studie des UNO-Informationsdienstes Irin geht hervor, dass die Tiere im See bedroht werden, nicht durch Umweltverschmutzung sondern durch Überfischung. Normalerweise gibt es diese fast nur bei Hochseearten, tatsächlich sind aber zahlreiche Fische im See durch sie gefährdet. Einheimische Fischer, bedienen sich illegal den Beständen und fischen mit Moskitonetzen, die feinmaschigen Gewebe lassen nicht den kleinsten Fisch entkommen. Ursprünglich wurden die Netze für den Kampf gegen die Malaria eingeführt, nun benutzt sie jedermann an der Küste des Sees die zu Sambia gehört. Viele Menschen sind arm und müssen oft große Familien versorgen, andere dagegen sind ins illegale Fischereigeschäft eingestiegen weil es weitaus erträglicher ist als so manch anderer Beruf. Die beruflichen Fischer haben besonders unter der Sache zu leiden, sie finden kaum mehr etwas für den eigenen Bedarf. Zusätzlich bangt man um die Natur des Sees. Ein Teufelskreis hat sich geschlossen, dessen Auflösung keine Leichtigkeit werden dürfte...

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Laila888 11/09/2009 08:43


das ist so ein Zwischending. Ich kann die Leute verstehen, die arm leben und sich von allem ernähren müssen, was sie am Tag in die Finger bekommen. Andererseits sollte man solchen Menschen
Möglichkeiten geben, sich Essen anderswo zu holen, um so etwas zu schützen. Ganz ehrlich, tagtäglich wird in irgendwelchen Organisationen für solche Länder Geld gespendet, aber man hört keine
Besserung. Warum nicht? Die meisten sind nur Ausbeuter und spenden nicht. Furchtbar.


Das Meeresbucht-Team 11/09/2009 14:29


das ist das schlimmste die leute haben keine alternativen, höchstens den hunger oder den tod...


perfecttime 11/08/2009 20:04


Gruselig! Er möge in frieden ruhen.....wie soll man den armen Menschen klar machen das sie sich das eigene "Wasser abgraben"?


Das Meeresbucht-Team 11/08/2009 21:12


das ist das schwierige an der sache, seufz


Joachim Hantke 11/08/2009 19:08


Nun errfüllen die Moskitonetze für die Leute einen Ernährungszweck.


Das Meeresbucht-Team 11/08/2009 21:11


aber leider einen auch negativen, so kann es gehen


Joachim Hantke 11/08/2009 16:24


Solange in diesem Gebiet Armut herrscht und wahrscheinlich wenig gesetzliche Ordnung wird es schwer sein, den Fischbestand zu schützen.
Liebe Grüße
Joachim


Das Meeresbucht-Team 11/08/2009 16:57


dabei wollte die regierung den leuten mit den moskitonetzen nur etwas gutes tun....