Tuesday, 12. january 2010 2 12 /01 /Jan. /2010 22:24

Kaum ein anderes Seegebiet ist mittlerweile derart gefürchtet wie die Gewässer vor Ostafrika, insbesondere vor Somalia und im Golf von Aden, wimmelt es nur so vor Piraten. Wie weltweit in Nachrichten  berichtet scherzen die Piraten nicht, ihre Geiselnahmen und Angriffe empören und zeigen wie es in heutiger Zeit doch noch zu gehen kann.

Neben ihren vielen schlechten Facetten meinen Wissenschaftler nun aber auch eine gute Seite der Piraterie gefunden zu haben: Kaum ein Fischer hat sich mehr auf die hohe See hinausgewagt, die Fischbestände sind reich gewachsen, Arten die in dem Gebiet schon lange verschwunden waren kehrten zurück, auch große Jäger wie der Barrakuda und Schwertfische sind mittlerweile wieder heimisch. Wie es sich zeigt profitieren die Bürger der armen afrikanischen Staaten davon, die große Fülle an Hochseefischen füllt auch die Küstengewässer, Fischer dort fangen mehr ohne den Beständen zu schaden und können durch die Masse der Fänge die Preise senken, die Bevölkerung kann sich so mehr Nahrung leisten und profitiert.

Darum, weil die Piraterie aber ein grausames Handeln ist, sollte man es lassen sie nun zu rühmen, auch wenn es sich aus utilitaristischer Sicht lohnen würde sie bestehen zu lassen, man muss sich nur die Opfer dieses Tuns vor Augen führen.

Durch den Anwachs der Fischpopulationen im Golf von Aden sehen sich Meeresbiologen weltweit aber bestätigt darin, das auch eine relativ kurze Fangpause genügt um die Populationen gedeihen zu lassen. Erst kürzlich erlebte man in der Nordsee einen ähnlichen Erfolg bei Heringen, Kabeljauen und Schollen.

von Das Meeresbucht-Team - veröffentlicht in: Wissenschaft und Forschung - Community: Tagesanalyse
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Kommentare

Da sieht man´s mal wieder: Nichts ist so schlecht, dass es nicht für irgendwas gut ist!
Kommentarnr1 gepostet von xamantao am 17.01.2010 um 15h34
Trotzdem lege ich wert darauf das man das nicht überbewertet und lobt... Dafür ist die Piraterie doch ein zu grausames Handeln, zumindest in dem Ausmaß was sie im Golf von Aden angenommen hat.
Antwort von Das Meeresbucht-Team am 17.01.2010 um 20h14
hahaha, ja *g* - aber da der Vorschlag nicht von denen kam, würde der gleich abgelehnt :-)
Kommentarnr2 gepostet von Laila888 am 15.01.2010 um 23h33
die FDP ist doch so liberal lach!
Antwort von Das Meeresbucht-Team am 17.01.2010 um 15h18
Ja, leider!
Kommentarnr3 gepostet von Joachim Hantke am 15.01.2010 um 19h29
Antwort von Das Meeresbucht-Team am 15.01.2010 um 23h25
dann können sich die Piraten ja die Fischer angeln (natürlich sollen sie denen nichts tun) und es geht noch weiter zurück und noch mehr Arten kommen wieder
Kommentarnr4 gepostet von Laila888 am 15.01.2010 um 09h01
den plan kannst du der bundesregierung vorlegen, lach
Antwort von Das Meeresbucht-Team am 15.01.2010 um 23h22
So hat die Piraterie wenigstens etwas Gutes für den Fischbestand. Besser wäre es, Fangpausen durch Vernunft einzuführen, denn das zahlt sich aus, wie man sieht.
Liebe Grüße
Joachim
Kommentarnr5 gepostet von Joachim Hantke am 14.01.2010 um 18h21
Leider sind die Menschen vor allem die vieler Fischereikonzerne zu gierig! Schade...
Antwort von Das Meeresbucht-Team am 14.01.2010 um 22h34

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