Thursday, 18. february 2010 4 18 /02 /Feb. /2010 22:52

Es ist schon beinahe ein Krieg was Umwetaktivisten der Organisation Sea Shepherd Conservation Society und japanische Walfänger in den Meeren vor der Antarktis austragen. Eubalaena_glacialis_with_calf.jpg Seit beginn der Walfangsaison vor einigen Monaten belagern die Umweltschützer die Fangflotte, ihr Ziel ist, dass so wenige Wale wie möglich getötet werden, am besten gar keine.

Seit einigen Wochen toben die Konflikte in kaum dagewesenen Ausmaß, ihren ersten Höhepunkt erreichten die regelmäßigen Seeschlachten mit der Versenkung eines wertvollen modernen Groß-Motorboot von Sea Shepherd. Die Walfänger rammten das Schiff und versenkten es, die Insassen konnten jedoch gerade gerettet werden, sonst hätte ihnen in der kalten stürmischen antarktischen See der Tod bevor gestanden. 

Nach dieser extremen Ausschreitung diskutierten hauptsächlich die Verantwortlichen wer die Schuld trägt. Die wagemutigen Umweltschützer setzten Buttersäure ein um die Walfänger zu stoppen, außerdem versuchten sie die Schiffsschrauben zu blockieren. Die Walfänger schlugen mit Wasserwerfern zurück, beklagten aber Verätzungen am ganzen Körper wegen de Säure. Jene könnte jedoch auch von dem von ihnen genutzen Pfefferspray stammen was vom starken Wind zurückgeblasen wurde. Auf jeden Fall wird bestritten, das immens teure Motorboot absichtlich versenkt zu haben, zu einem endgültigen Ergebnis kam man vorerst nicht.

Doch dies alles wurde von einem erneuten waghalsigen Einsatz der Umweltaktivisten überschattet, welcher besagte Situation noch mehr anheizte: Einer der Naturschützer wechselte die Seiten, im wahrsten Sinne des Wortes. Er enterte ein Walfangschiff!

Mit einer Rechnung in Höhe von 3 Millionen Dollar im Gepäck forderte er die Walfänger auf jene zu begleichen, schließlich seien sie dafür verantwortlich, dass das Boot der Sea Shepherd versenkt wurde.  Aber es kam etwas anders als es sich der Aktivist vorstellte, man hielt ihn fest mit der Begründung das die Aktion rechtswidrig sei und eine Weitergabe des Mannes an die Schiffe genannter Umweltorganisation unmöglich sei. Momentan ist noch alles offen.


Die halsbrecherischen Aktionen von Sea Shepherd haben aber auf jeden fall ihren zweck erfüllt, nämlich die Öffentlichkeit aufmerksam zu machen, der Walfang rückt wieder etwas mehr in den Focus und damit auch die Debatte warum man überhaupt noch Wale jagt wenn sich doch alle aus ihnen gewonnenen Stoffe synthetisch herstellen lassen?


Japan macht sich eine Lücke im internationalen Walfangabkommen zu nutze, die ca. 1500 Wale die sie jährlich "erbeuten" würden für wissenschaftliche Zwecke getötet, fragt sich nur warum Walfleisch immer wieder auf japanischen Märkten auftaucht.


Dieser Konflikt ist noch lange nicht gelöst....

 

 

von Das Meeresbucht-Team - veröffentlicht in: Bedrohungen - Community: Tagesanalyse
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Kommentare

Kommentarnr1 gepostet von Joachim Hantke am 22.02.2010 um 18h33
Antwort von Das Meeresbucht-Team am 23.02.2010 um 22h08
Danke!
Kommentarnr2 gepostet von Joachim Hantke am 21.02.2010 um 22h41
 aber immer
Antwort von Das Meeresbucht-Team am 23.02.2010 um 22h08
Alle Achtung, was das für mutige Kerle sind!! Und das machen sie nun schon jahrelang. Hoffentlich gibt es da mal einen durchschlagenden Erfolg!!
Liebe Grüße
Joachim
Kommentarnr3 gepostet von Joachim Hantke am 20.02.2010 um 09h31

Ich glaube das sich Japan durchsetzen wird, auch wenn das ein trauriges Ende wäre...

 

Dir noch ne feine Woche!

Antwort von Das Meeresbucht-Team am 21.02.2010 um 22h20
ich finde es unendlich traurig
Kommentarnr4 gepostet von Laila888 am 19.02.2010 um 10h25
das ist schon ein starkes stück...
Antwort von Das Meeresbucht-Team am 21.02.2010 um 20h49
Ein wichtiger und guter "Krieg" den die Umweltaktivisten da ausfechten. Die Japaner sollen endlich mit dem sinnlosen Schlachten aufhören...
Kommentarnr5 gepostet von Juergen am 18.02.2010 um 23h24
Es wird Zeit für einen Umbruch!!!!!
Antwort von Das Meeresbucht-Team am 21.02.2010 um 20h42

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