Korallenriffe begünstigten Evolution: Paradies in Gefahr

Veröffentlicht auf von Das Meeresbucht-Team

Riffbildende Mila-Zinkova-Kopie-1.jpgKorallen entstanden  bereits im Ordovizium vor über 520 Mio Jahren, seit jeher waren sie ein einzigartiger Lebensraum und sie sind dafür verantwortlich das einige Organismen heute so sind wie sie sind. Ein deutsch-amerikanisches Team von Wissenschaftlern untersuchte Fossilien und heute lebende Wirbellose die in Riffen heimisch waren/sind. Sie verglichen die Arten und kamen zu dem Ergebnis, dass die einzigartige Struktur des Riffes zahlreiche Arten hervorbrachte. Zumindest Wirbellose entwickelten sich in den Riffen in großer Zahl und wanderten aus um neue Lebensräume zu besiedeln. Möglicherweise sind viele Wirbellose die in völlig anderen Lebensräumen existieren Nachfahren von Riffbewohnern, den Forschungsergebnissen nach ist einer Fülle von Meeresbewohnern diese Abstammung gemein. Die Riffe bildeten also Arten für umliegende Lebensräume aus, die schwieriger zu besiedeln waren, noch heute fällt die enorme Artenvielfalt der Riffe auf. Polare Meere bergen ebenfalls eine große zahl an z.T. seltsamen Lebensformen doch mit der Vielfalt können sie es nicht mit den Korallenkolonien aufnehmen. Zwar existieren dort die sogenannten Kaltwasserkorallen, doch diese wurden bei der Studie weitgehend außer acht gelassen. Übrigens gibt es zu gut wie keine "Immigranten" in den Riffen also Arten die in den Lebensraum eingewandert sind und dort sesshaft wurden, die ökologischen Nischen dort waren von der dortigen Fauna bereits besetzt.

Aber die Studie brachte noch andere Ergebnisse zu Tage:

Im flachen Wasser gelegene Riffe sind z.B. artenreicher als in tieferen Schichten ansässige Korallenkolonien. Ebenso werden Kalkriffe von einer vielfältigeren Fauna bewohnt als Sandriffe.

Leider sind die Korallen durch den Klimaumschwung bedroht. Erstens reagieren sie empfindlich auf Temperaturschwankungen, zweitens macht der hohe  Co2-Gehalt der Luft welche die Meere, welche ihn zu einem Drittel aufnehmen, säuert den Korallen zu schaffen. Ohne sie ginge ein einzigartiges Ökosystem verloren und mit ihm seine einzigartige Flora und Fauna.... (Bild by Mila Zinkova)

Veröffentlicht in Wissenschaft und Forschung

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Laila888 01/11/2010 09:33


oder man zerstört sie, indem man mit Booten über sie drüber schrabbt und wieder ein Stück damit kaputt macht. Das hatten wir auf Sri Lanka und waren so gar nicht begeistert davon. Leider


Das Meeresbucht-Team 01/12/2010 22:37


Man ist sich der Natur gegenüber zu fein, sowas darf nicht passieren!


Tatjana Muschlik 01/10/2010 21:15


Interessanter Artikel. Leider findet man im Internet kaum ebooks über dieses Thema. Finde das voll schade, weil Sachbücher kosten immer so viel.


Das Meeresbucht-Team 01/10/2010 21:50



dehalb gibt es ja die meeresbucht für die stetige information


Sachbücher kann man gebraucht ziemlich billig ergattern, z.B auf abebooks aber das ihnen sicher schon bekannt...



Joachim Hantke 01/10/2010 12:36


Aha!


Das Meeresbucht-Team 01/10/2010 21:51


Genau


Joachim Hantke 01/09/2010 13:05


Dann gibt es also in den Korallenriffen heute noch Arten, die es schon vor 520 mio. Jahren gab? Bewundernswert!!
Liebe Grüße
Joachim


Das Meeresbucht-Team 01/09/2010 23:17


Einige Wirbellose haben sich zumindest in ihren gattungen so lange gehalten!