Interessante Abrechung: Gewinner und Verlierer des Jahres 2009

Veröffentlicht auf von Das Meeresbucht-Team

Das Jahr Christian-Fischer.jpg2010 ist angebrochen und mit dem Ende von 2009 verkündete der WWF seine jährliche Jahresbilanz für bedrohte Tiere. Momentan wenn auch oft unbemerkt befinden wir uns in einer Krise was die Artenvielfalt auf dem Planeten betrifft, hunderte Arten starben 2009 aus, möglicherweise tausende und der Großteil davon unbemerkt. Man bezeichnet den Zustand bereits als Massensterben, dass man bereits zu den größeren in der Erdgeschichte zählt. Zur Trias-Permgrenze vor 230 Mio Jahren starben 96% aller Lebensformen aus, absoluter Rekord. Zur Kreide-Paleogengrenze vor 65 Mio Jahren wurden mit den Dinosauriern und zahlreichen anderen Organismen über 70% der Fauna und Flora ausgelöscht. Das letzte große Sterben ereignete sich vor ca. 30 Mio Jahren, dort wo sich die ersten Polkappen bildeten und das natürliche Gleichgewicht aus dem Ruder lief. Heute ist der Mensch der Hauptfaktor für das Artensterben über und unter Wasser. Umweltverschmutzung/- Zerstörung, Wilderei/Jagd, Klimawandel und vieles mehr bedrohen unzählige Organismen.

2009 war auch kein glanzvolles Jahr:

Eisbären, Tiger und Javanashörner rechnet der WWF zu den größten Verlierern 2009. Bei Ersterem war das scheitern der Klimakonferenz in Kopenhagen nicht ganz unbeteiligt.  Insgesamt ist die Zahl der Verlierer größer als die der Gewinner zu denen z.B der seltene Amurleopard und der Elbebiber zählen. Besonders besorgniserregend sind neben dem tasmanischen Teufel dessen Populationen an einer Krebserkrankung leiden die nun aber besser erforscht wurde, sind es die Amphibien die 2009 am meisten einstecken mussten. Weltweit zerstört eine mysteriöse Pilzkrankheit die Bestände, ein Rätsel was dringend nach einer Lösung verlangt, eine ganze Tierklasse ist akut bedroht.

Also ist die Aussterbetendenz bei Vielen wieder negativ. Das ehrgeizige Ziel bis 2010 das vom Menschen verursachte Massensterben um einen großen teil einzudämmen wird wahrscheinlich fehlschlagen. Aber eins ist sicher, aufgeben kommt nicht in Frage, Hoffnung gibt es immernoch....

(Bild by Christian Fischer)

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