Dem Handel auf der Spur: Forscher entwirren Rätsel um Haifischflossen

Veröffentlicht auf von Das Meeresbucht-Team

Bisher war es einfach nur ärgerlich: Asiatische Länder töten Millionen von Haien, der Höchststand liegt bei ca. 73 Millionen Tieren pro Jahr, um aus ihren Flossen einheimische Spezialitäten zuzubereiten. Die Fangquoten sind derart hoch, dass bereits zahlreiche Arten der Raubfische als gefährdet oder bedroht eingestuft werden müssen. Das Problem um den Handel zu verhindern war, dass man nicht wusste woher die Flossen stammten, man konnte also nicht erkennen welche Populationen besonderen Schutz benötigen. Mit einer neuen Methode konnten Forscher den Handelsdschungel jedoch entwirren:

Sie kauften auf einem japanischen Markt Flossen des gekerbten oder Bogenstirn-Hammerhais und analysierten im Labor die Mitochondrien also die kleinen Zellkraftwerke. In ihrer DNS findet man Hinweise auf die DNS der Muttertiere usw. Dadurch konnten die Forscher die zuvor bereits Populationen des mittlerweile vergleichsweise selten gewordenen gekerbten Hammerhais, die Heimat des jeweiligen Haifischflossenträgers ausfindig machen. Die Methode nennt sich GSI und könnte auf Dauer für den Schutz der Haie eingesetzt werden.

Auf der Konferenz für den internationalen Handel mit gefährdeten Arten, die 2010 in Katar stattfindet, soll überlegt werden, ob man den gekerbten Hammerhai als gefährdet einstufen soll.

(Bild: Ein Bogenstirnhammerhai hat sich in einem Fischernetz verfangen, unfähig weiterhin Wasser durch seine Kiemen zu pumpen, erstickt er Hai qualvoll)

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xamantao 12/04/2009 23:42


Ein Lichtblick ist es zwar schon, aber was nützt es, wenn man mit viel Mühe aus dem Erbgut neue Haie (oder andere Tiere) generiert, wenn diese Erfolge dann sofort wieder durch dumme Menschen
zunichte gemacht werden.


Das Meeresbucht-Team 12/05/2009 17:17


Vielleicht kann man diese "dummen" Menschen ja bald gezielt ausfindig machen und deren taten unterbinden


Joachim Hantke 12/02/2009 18:02


Die Asiaten sollten mal ihre Feinschmeckergelüste ändern und die Haie in Ruhe lassen. Ich kann mich erinnern, dass es bei uns früher in den Hotels auch Haifischflossensuppe gab.
Liebe Grüße
Joachim


Das Meeresbucht-Team 12/02/2009 21:44



Da hat die Eu ja zum Glück was gegen unternommen, jetzt muss nur noch der als Schillerlocke bekannte Dornhai noch aus dem Sortiment, dir ne feine Restwoche



Laila888 12/02/2009 08:46


also mal ehrlich, es schadet doch nicht, wenn man so etwas nicht serviert. Da können die Menschen auch gerne drauf verzichten.


Das Meeresbucht-Team 12/02/2009 21:41


leider beharren diese menschen auf ihre "Traditionen", da gibt es doch sicher auch umweltschonendere...


perfecttime 12/01/2009 22:27


Na, das ist doch mal etwas positives zu diesem Thema- das man versucht,  Licht in diesen Sumpf zu bringen!


Das Meeresbucht-Team 12/02/2009 21:41


endlich mal was!