Australier gegen Agakröten: Die Katzenfuttermethode

Veröffentlicht auf von Das Meeresbucht-Team

froggydarb.jpgWie gravierend das Problem ist, welches die Australier mit den bei ihnen verhassten Agakröten haben, wurde in der Meeresbucht schon oft beschrieben. Für ein besseres Verständnis bietet dieser Artikel alle Informationen von der Herkunft bis zum Wirken der Froschlurche die mittlerweile zahlreiche Arten an den Rand der Ausrottung getrieben haben.


Durch den Menschen eingeschleppt um Schädlinge zu bekämpfen übernahmen sie in einem geeigneten Lebensraum der für sie aber nur wenige Feinde barg die Überhand. Durch ihre enorme Anpassungsfähigkeit z.B. dadurch das sie kleine evolutionäre Prozesse schnell durchlaufen siedelten sie ich in vielen Teilen des Inselkontinents an und machten auch vor Städten nicht halt, wo die giftigen Kröten auch unvorsichtigen Menschen gefährlich werden können.

Um dem Einhalt zu gebieten und um die ursprüngliche Australien-Fauna krötenfrei wieder herzustellen gründeten sich verschiedene mehr oder weniger große Vereine oder Organisationen deren einziges Ziel die Vernichtung der Kröten ist.

Während einige nur kleine betroffene Gemeinden umfassen sind andere international tätig. Weiträumig werden die Lurche gezielt gejagt, mit verschiedensten Methoden und auch wenn in Australien täglich tausende Tiere gefangen werden, auf den Bestand wirkt man dadurch kaum ein. Die Bevölkerung wird mobilisiert. So erhält man beim Fang von Agakröten oft sogar eine Geldprämie.

Die australischen Universitäten beteiligen sich ebenfalls: Forschung gegen die Froschlurche.

An der Universität von Sidney entwickelte man nun ein völlig neues Krötenabwehrprogramm: Mit Katzenfutter was man gezielt zu bestimmten Zeiten an Krötentümpeln auslegt will man Ameisen anlocken welche gerade aus dem Kaulquappenstadium heraus metaphorphisierte  Jung-Kröten vernichten sollen. Die kleinen Kröten haben gegen die Ameisen keine Chance, in Australien kommt unteranderem die Bulldoggenameise vor, eine der größten Ameisen-Arten überhaupt, welche im Staatsverbund fähig ist einen Menschen u töten.

Tests zeigten das es theoretisch möglich wäre so einen großen teil der Krötennachkommenschaft auszuschalten, die Ameisen wären bei ihrer organisierten Jagd höchst effektiv.

Aber die Katzenfuttermethode findet nicht überall Beifall, die Ameisen würden die Situation nicht dauerhaft beherrschen können, tausende Kröten würden ungefähr gleichzeitig das Wasser verlassen. Auch an der Umsetzung wird oft noch gezweifelt.

Die Royal Society for the Prevention of Cruelty to Animals wirft den Entwicklern der Methode außerdem vor, das es unethisch sei die Kröten auf diese Weise zu beseitigen.


Verbesserungen die auf die endgültige Umsetzung des Projektes hinsteuern sind in Aussicht, lassen wir uns überraschen...

Veröffentlicht in Amphibien

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Joachim Hantke 02/21/2010 22:38


Die Agakröten sind ja wohl wirklich eine schlimme Plage. Die "Katzenfuttermethode" finde ich gut als eine biologische Methode zur Bekämpfung. Obwohl - andererseits sind die Kröten zu bewundern, wie
sie sich rasant vermehren.
Liebe Grüße
Joachim und - eine angenehme Woche!!


Das Meeresbucht-Team 02/23/2010 22:10



es wird bemängelt dass sich dadurch die ameisen zu stark vermehren würden, dann hätten wir ein noch viel schwerer zu beseitigendes problem 


 


danke dir!