Orcas: Nachteile der Spezialisierung

Veröffentlicht auf von Das Meeresbucht-Team

Als bis zu 10m langer Killerwal ist der Orca ein respekteinflößender Meeresräuber. Schon oft wurde in der Meeresbucht über die zahlreichen Jagdstrategien der Wale geschrieben (siehe HIER). So erbeuten sie z.B, Heringe mit einzigartiger Rudelkooperation, oder werfen sich auf den Strand um Seelöwen zu erlegen. Sie jagen kleinere Wale in spektakulären Hetzjagden oder töten riesige Bartenwale mit kontinuierlichen Attacken. Orcas leben in Familienverbänden, welche alle ihre eigenen Töne, Dialekte und besonders Jagdstrategien aufweist. Forscher fanden nun heraus, dass dies auch von Nachteil seien kann: Die Gruppen spezialisieren sich meist auf eine Art von Beutetier. Durch über Generationen hinweg weiter perfektionierte Jagdpraktiken können diese Wale dieses relativ kleine Spektrum an Beutetieren perfekt erbeuten, wenn diese Nahrung jedoch knapp wird, scheinen sich manche Orcas schwer zu tun, etwas anderes zu erlegen. So können lachsfressende Schwertwale zwar andere Fische, aber keine Wale oder Robben töten. Dies bedarf wieder viel Zeit. Bisher ging man davon aus, dass Orcas bei Nahrungsmangel leicht auf beliebige Beutetiere umsteigen können, nun hat man die Erkenntnis dass es nicht so ist und deshalb auch jene, dass einige Orcapopulationen durch Überfischung bedroht werden könnten. Man geht davon aus, dass wohl nur sesshafte Orcagruppen, z.b. vor Küsten Schwierigkeiten bei der Umstellung haben. Wandernde Orcas treffen immer wieder auf verschiedene Beutetiere und konnten so verschiedene Techniken entwickeln. Ganz geklärt ist der Fall also auch noch nicht.

Veröffentlicht in Orca-Angriff

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perfecttime 09/16/2009 17:13

Der Teufel steckt im Detail! In diesem Fall für die betroffenen Populationen echt übel-da heisst es dann schnell umlernen.

Das Meeresbucht-Team 09/16/2009 21:32


Wenn das nur nicht so schwierig wäre...