Basilosaurus: Der Schlangenwal von Ägypten

Veröffentlicht auf von Das Meeresbucht-Team

nullHeute ist Ägypten größtenteils von Wüsten überzogen, vor 38 Mio Jahren war das ganz anders: ein Ozean bedeckte das Land, das sogenannte Tethysmeer, was heute nicht mehr existiert. In diesem Meer, lebte eines der vielleicht furchteinflössensten Säugetiere aller Zeiten: Basilosaurus (Bilder Link unten). Er konnte bis zu 25m lang werden und war ein Wal. Der Name täuscht also. Er stammt daher, weil man ihn bei seiner Entdeckung für eine riesige Seeschlange hielt. Kein Wunder, bei seiner eigenartigen Körperform: Der längliche Kopf mit den mächtigen Kiefern saß an einem langen schlangenähnlichen Körper. Im Gegensatz zu den Reptilien hatte Basilosaurus aber nicht so viel Bewegungfreiraum. Sein Körper bewegte sich auf und ab, eben wie bei einem heutigen Wal. Basilosaurus war einer der ersten Wale die im Meer lebten. Nachdem die Dinosaurier vor 65 Mio Jahren ausstarben, entwickelten sich aus den frühen, spitzmausartigen Vorfahren der Wale, größere Tiere, die sich immer mehr an das Wasser zu binden begannen. Mit Basilosaurus war ein neuer Herrscher der Ozeane geboren, der erste große Wal und das größte Säugetier was die Welt bis dahin gesehen hat. An seine Landvorfahren erinnerten nur noch zwei zurückgebildete Beinreste, dort wo einst die Hinterläufe ansetzten, ein Merkmal was kein heutiger Wal mehr vorweisen kann. Auch heute sind nur Blau- und Finnwal dem Basilosaurus in Sachen Größe gewachsen, er war wirklich ein Gigant und im Gegensatz zu diesen Planktonfiltrieren war er ein Killerwal: Er erbeutete Fische, Kopffüsser, andere frühzeitliche Wale und was er sonst noch in den Meeren Ägyptens Pakistans und den USA finden konnte. Sein spezialisiertes Gebiss, welches verschiedene Zahntypen aufweisen konnte half ihm bei der Jagd. Basilosaurus war anpassungsfähig und bevölkerte in mehreren Unterarten große Teile der damaligen Urozeane.

Doch auch dieser Riese musste sich den drastischen Klimaveränderungen am Ende seiner Epoche, des Eozäns geschlagen geben: Es wurde kälter und trockener und an den Polen bildeten sich erste große Eisschichten, dies brachte das Ökosystem der Ozeane und des gesamten Planeten durcheinander, 20% aller Tierarten starben aus, unter ihnen, der Basilosaurus.

In Tim Haines Film "Walking with Beasts: Die Erben der Saurier" wird dem Basilosaurus ein sechstel der dreiteiligen Dokureihe gewidmet. Einen kleinen Einblick in den Film gibt es HIER.

Veröffentlicht in Prähistorisches und Fossilien

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A
<br /> nein, in meiner literatur steht das!<br /> <br /> <br />
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D
<br /> in meiner literatur steht wqs naderes und das ist nocht nur WWB sondern auch ein fungierte Sammlung über Urwale noch was zu meckern!!!!<br /> <br /> <br />
A
<br /> basilosaurus wurde nur 21m lang!<br /> <br /> <br />
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D
<br /> aha wirklich, steht das wieder bei wikipedia....<br /> <br /> <br />
J
Vielleicht findet sich in den Knochen noch eine Genkette, um ihn zu regenerieren. Aber dann gäb's Stimmung in den Meeren.Liebe GrüßeJoachim
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D
<br /> Das wäre der Traum jedes Forschers. Und der Schrecken jedes Hais. Der gute Basilosaurus hat sich ja hauptsächlich von ihnen ernährt...<br /> <br /> <br />
J
Ich denke, den Basilosaurus hat schon das Zeitliche gesegnet? Nun gut, so möge ihn Gott im Himmel schützen!LG Joachim
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D
<br /> Ja, aber wenn er heute noch leben würde...<br /> <br /> <br />
J
Da können wir uns glücklich schätzen, dass die heutigen Wale friedliche, schützenswerte Gesellen sind.Liebe GrüßeJoachim
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D
<br /> <br /> Der Basilosaurus ist nicht schützenswert??<br /> <br /> <br /> Aber ich verstehe was du meinst,<br /> <br /> <br /> <br />