Ratten und Co.: Unfreiwillig eingeschleppte Arten

Veröffentlicht auf von Das Meeresbucht-Team

Die Karibikinsel Antigua war ein wahres Naturparadis, bis im 16. Jahrhundert die westlichen Einwander kamen. Diese betrieben Landwirtschaft und schleppten Ratten und Mungos ein. Diese vernichteten rasch die Gelege der einheimischen Reptilien, unteranderem die der Antigua Schlanknatter. Jene bis zu 60cm lange Schlange war fast ausgestorben, es existiert nur noch ein kleiner Restbestand auf einer vor Antigua gelagerten Insel und in Zoos. In der Natur sind es noch ca. 100 Tiere. Der Mensch greift weltweit in solche Lebensräume durch unfreiwillig eingeschleppte Arten ein. Gewollte Einschleppung von Arten ist etwas anderes aber nicht minder gefährlich (Siehe HIER). Auf Hawaii haben eingeschleppte Ratten und Mungos verschiedene Vogelarten an den Rand der Ausrottung getrieben und auf Mauritius waren sie zusammen mit Schweinen und Affen für das Aussterben des berühmten Dodos verantwortlich. In den neuen Lebensräumen können sich die "illegalen Einwanderer" unbegerenzt ausbreiten. An unzähligen Orten das gleiche Bild. In Tasmanien sind es z.B Füchse. Am meisten haben Inseln mit ihrer oft endemischen Fauna darunter zu leiden. Mittlerweile werden auf Schiffen bessere Kontrollen durchgeführt, da reisen keine Ratten oder Mungos mehr mit, zumindest meistens nicht. Leider weiss man kaum wie man die Störenfriede wieder los werden soll, immer wieder neue Methoden werden ausprobiert, funktionieren aber nur teilweise. Zumindest konnten Teile von Antigua von den Ratten bereinigt werden, fragt sich nur, für wie lange.

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Joachim Hantke 08/14/2009 23:12

Wahrscheinlich ist "Erdwolf" hier eine Bezeichnung durch den Volksmund. Müsste mal in Büchern nachgucken.LG Joachim

Das Meeresbucht-Team 08/16/2009 10:25



Normaerweise eine afrikanische Hyäne, die kleinste, welche sich von Insekten ernährt. Aber genug davon, grins


 



perfecttime 08/14/2009 16:37

Wie heist es so schön, wo Ratten sind, da sind keine Mäuse ( mir wären die Mäuse aber lieber) .....womit wir wieder beim Thema wären ;-)

Das Meeresbucht-Team 08/14/2009 20:40


Ja, machen nur Probleme die Ratten, lach


Laila888 08/14/2009 08:48

Ratten sind ja eh schon nicht ganz ohne.

Das Meeresbucht-Team 08/14/2009 11:23


Genau, und dann noch in neuen Lebensräumen...


Joachim Hantke 08/14/2009 08:39

Das ist schlimm mit diesen Plagegeistern. Ich habe im Garten den Erdwolf. Soll eine große Maus sein Nagt Baumwurzeln an, schleppt sämtliche Knollen und Blumenzwiebeln weg. Selbst die Katzen erwischen ihn nicht. Und für Gift legen bin ich nicht.LG Joachim

Das Meeresbucht-Team 08/14/2009 11:21


Der Erdwolf an sich ist ja eine Hyänenart, grins Aber dann ist das bestimmt so eine Wühlmaus. Ich hatte im Garten bisher nur das Schneckenproblem, weiß leider nicht wie man das Mausproblem anpacken
muss