Schnabeltiere

Veröffentlicht auf von Das Meeresbucht-Team

Schnabeltiere sind einzigartig. Sie vereinen Merkmale in sich, die kein anderes Tier in dieser Form besitzt. Schon ihre Evolution ist seltsam: Nachdem sich die Schnabeltiere in der Kreidezeit, also während der Dinosaurierherrschafft entwickelten, haben sie sich äußerlich nicht verändert, sie überlebten den Meteoriteneinschlag, der die Großdinosaurier auslöschte und lebten auf dem isolierten Australien bis heute weiter. Sie sind Kloakentiere, bedeutet unteranderem, sie legen Eier, bebrüten diese und säugen dann die Jungen die aus ihnen schlüpfen, nur Ameisenigel gehören noch zu dieser Ordnung. Schnabeltiere haben eine Chromosomenzahl von 10! Weibchen 10x X, Männchen 5xX+5xY. Unter Säugern sonst nirgendwo zu finden. Der Schnabeltierbau befindet sich unterirdisch an Gewässern. Mit seinem Schwanz kann das der is zu 55cm langen Schnabeltier seltsamerweise sogar grob greifen, so kann es ebenfalls Nistbaumaterial transportieren. Das Eierlegen aber auch viel in ihrer Anatomie beweist, das sie noch einiges mit ihren Reptilien-Vorfahren gemein haben, die ersten Säugetiere haben ihren Nachwuchs änlich aufgezogen. Die Nahrung der Schnabeltiere besteht aus Krebsen. Beim Schwimmen sind die Augen geschlossen, es findet seine Nahrung durch Elektrorezeptoren im "Entenschnabel". Diese Jagdmethode ist sehr erfolgreich und ähnelt der von Haien. Das Fell ist wasserabweisend. Der "Biberschwanz gibt den nötigen Antrieb und wird als Fettreservenspeicher benutzt. Interessant ist auch: Männliche Schnabeltiere besitzen einen Giftsporn an den hinteren Schwimmfüßen. Unter Säugetieren einzigartig. Das Gift ist nicht tödlich, aber extrem schmerzhaft, früher soll man deswegen Gliedmaßen amputiert haben. Das Schnabeltier ist also wirklich seltsam. Doch braucht es zum leben möglichst saubere Gewässer, diese findet es noch in Ostaustralien und Tasmanien, doch fragt sich, für wie lange...

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Joachim Hantke 08/04/2009 19:32

Aber dort ist die Natur doch noch in Ordnung, oder? Tut z. B. Tasmanien nich viel für den Artenschutz?

Das Meeresbucht-Team 08/05/2009 02:58


So ziemlich da hast du recht, aber langsam schwindet auch dort die Natur, in Tasmanien, wie du sagtest jedoch noch am wenigsten