Regeneration beim Axolotl: Das Rätsel ist gelöst

Veröffentlicht auf von Das Meeresbucht-Team

In Mexiko lebt der Axolotl, ein neotenischer Molch (Bedeutet er verbringt sein Leben im Larvenstadium, bei Fröschen die Quaulquappe) er bewohnt nur noch einen Seen-Komplex in seiner natürlichen Heimat, ist jedoch weltweit aus Haustier und besonders als Forschungsobjekt begehrt. Der Grund für Letzteres: Er ist ein Regenerationstalent, er kann Gliedmaßen, Organe, sogar Teile seines Gehirns ohne Schäden wieder nachwachsen lassen. (Der wahre Regenerationschampion findet sich jedoch HIER) Wissenschaftler forschen schon Jahre an dem Lurch, bisher konnten jedoch nur Vermutungen angestellt werden. Doch nun konnten dresdener Forscher das Rätsel um das Amphieb lösen. Zuvor stellte man die Theorie auf, der Molch besäße sogenannte Alleskönnerzellen. Diese Zellen können jede beliebige Zellform bilden, wie Muskelzellen usw. Doch es ist ganz anders. Die Zellen können nur Ihresgleichen produzieren, die "Optimum-Zellen" besitzt der Axolotl nicht. Die Zellen produzieren schnell und auf sie ist Verlass, wenn das Alter den Lurch nicht einholt. Denn mit zunehmenden Lebensjahren schwächt die Regenerationskraft manchmal sogar rapide ab. Sonst aber ist der Axolotl unter den Amphibien der Meister der Regeneration, und vielleicht kann die Wissenschaft ihm noch mehr Geheimnisse entlocken, die auch in der Medizin angewand werden können.

Veröffentlicht in Wissenschaft und Forschung

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Mars-Explorer 07/03/2009 17:35

Schade eigentlich! Wenn es diese "Super-Zellen" gewesen wären, wär das wohl eher ein Fortschritt für die Medizin. Jetz, wo man das Rätsel gelöst hat fragt man sich: "Ja, hätt ich da denn nicht früher drauf kommen können" Ganz normale Zellen, die nur ihresgleich replizieren, halt nur schneller und zuverlässiger. Bleibt zu hoffen, dass wir das noch effektiver nutzen können.

Das Meeresbucht-Team 07/03/2009 17:54


Man arbeitet bereits