Stumm wie ein Fisch?

Veröffentlicht auf von Das Meeresbucht-Team

Na den Spruch kann man vergessen! Warum? Nun, viele Fische sind ganz und gar nicht stumm. Mit Hilfe ihrer Schwimmblase erzeugen sie knurrende, grunzende oder quikende Laute. Haie und Rochen sind Knorpelfische, bedeutet: Sie haben keine Schwimmblase und sind stumm. In Nord- und Ostsee gibt es einen Fisch, den Knurrhahn, der sogar nach seinen Lauten benannt wurde. Auch seine Verwandten die Flughähne können knurren. Aber genug davon, diese Fische flüstern im Vergleich zum wahren Champion des Fischgeschreies. Der nördliche Bootsmannfisch (Porichthys notatus) ist gerade einmal 25cm lang, dröhnt aber wie ein Wal! Zur Paarungszeit versammeln sich die Fische an der Westküste Nordamerikas und stimmen dort ihre Gesänge an. Das laute Brummen hunderter Fische lässt das Hafenbecken einiger kalifornischer Städte geradezu vibrieren! Anwohner beschweren sich, bei dem Lärm wär an Schlafen gar nicht erst zu denken! Die Gehirne der Männchen schalten die Hörempfindlichkeit beim Gesang hinunter, damit sie nicht vollkommen taub werden, doch ist es für die Weibchen sicherlich auch nervig ständig von dem Getöse beschattet zu werden, deshalb haben sie einen Trick entwickelt: Die Gesänge der Männchen sind für sie normalerweise kaum hörbar! Die Töne snd zu hoch, aber wenn die Weibchen in Paarungsbereitschaft kommen, steigt die Konzentrazion des weiblichen Geschlechtshormon Östradiol an. Dadurch verändert sich das "Hörverständnis" und die Weibchen können auch hohe Töne wahrnehemen. Dann können sie den Männchen lauschen und sich fortpflanzen, wenn die Paarungsbereitschaft sinkt, werden sie wieder taub für die Mühen ihrer Sänger.( Bild: Ein Verwandter des Bootsmannfisches: Opsanus beta)              

Veröffentlicht in Fische

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J
So,ihr wollt Kommis, die sollt ihr kriegen, grins. Liebe Grüße vom Jürgen
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D
<br /> Vielen Dank für deine großzügige Hilfe<br /> <br /> <br />