Willkommen in der Meeresbucht

Willkommen in der Meeresbucht!


Hier wird in die Welt des Meeres eingetaucht! Willkomen in der Meeresbucht, einem Themenblog rund um das Leben am und im Wasser: Von Delfinen und Walen, Haien und anderen Raubfischen, Süßwasserbewohnern, Aquaristik, Parks und aktuellen Themen, unglaublichen Begebenheiten, Klimawandel, Portraits, Wissenschaftliches und vielem mehr. Mit interessanten,  amüsanten, akutuellen und faszinierenden Artikeln zum Thema Leben im und am Wasser. Wer interessiert ist, dem soll gesagt sein: Stöbern lohnt sich! Wir wünschen viel  Lese-Vergnügen!

Die Meeresbuchtenzyklopädie

Hier entsteht gerade die Meeresbuchtenzyklopädia, ein Nachschlagwerk des marinen Lebens und die Sammlung wird ständig erweitert. (Bearbeitung für längeren Zeitraum eingestellt)

Tiere der Ozeane und Süßwassergewässern:

   
                                                        
Der Bergmolch                                                                                     
Der Büschelbarsch                                                                                      
Die grüne Meeresschildkröte 
Die Geistermuräne
Der Jacobita
Der Mandarinfisch 
Der Walhai  
Der Weiße Hai 
Der Weißstreifendelfin


Sunday, 3. january 2010 7 03 /01 /Jan. /2010 23:30

800px-LeptocephalusCongerDass aus diesem Wesen mal ein ausgewachsener europäischer Aal in der Form in der wir ihn alle kennen wird ist schwer vorstellbar. Als solche so genannten Weidenblattlarven schlüpfen Aale aus dem Ei. Weidenbalttlarven schlüpfen in der Karibik und wandern über den Atlantik hin nach Europa während dieser Reise verändern die Tiere ihrer Form: Sie werden zunehmend schlanker und kommen dem Aal den wir kennen immer näher. Aber sie sind immernoch klein und dünn, eine Weidenblattlarve ist bei der Umwandlung zum Glas-Aal ca. 7cm lang. Glasaale sind weiterhin durchsichtig und wandern nun ins Süßwasser.

Dort wandern sie durch Flussläufe von den Küsten her in Binnengewässer ein, wo sie wegen ihrer gelblichen Bauchfärbung nun Gelbaale genannt werden. Insgesamt färben sie sich, sie sind nun gräulich von den durchsichtigen Jugendstadien unterscheiden sie sich stark. Hier erlangen sie die Geschlechtsreife, bis sie, Jahre später (Ein Aal wird je nach Geschlecht in einem Alter von 10-15 Jahren Geschlechtsreif) zurück ins Meer schwimmen, die nun ausgewachsenen uns bekannten Aale werden Blankaale genannt. Sie wandern in die Karibik wo sich der Zyklus wiederholt. Wegen dieses Lebensstils lassen sich Aale nicht in Aquakulturen halten und die globale Nachfrage hat den Bestand so sehr geschwächt dass der europäische Aal vor dem Aussterben bedroht ist.

Mehr dazu HIER.

(Bild by Uwe Kils)

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Sunday, 3. january 2010 7 03 /01 /Jan. /2010 22:49

Der Leser wundert sich jetzt vielleicht warum es in der Meeresbucht plötzlich eine Filmkritik gibt. Dies soll nun keine richtige Kritik darstellen, über Handlungen, Protagonisten und Regie des Films habe ich natürlich nicht zu urteilen. Ich kann nur einen kleinen Kommentar zu dem Wissenschaftlichen im Film abgeben, es lief ja auch nur der erste Teil von "Das Geheimnis der Wale" auf dem Sender ZDF, der morgige zweite Teil muss ja erst noch folgen. Da es sich in diesem Film um Wale dreht ist sein Inhalt natürlich auch Thema für die Meeresbucht. Wer sich ein Bild von dem Film machen möchte findet HIER reichlich Informationen.

Ich kann bei diesem Artikel leider nur voraussetzen dass der werte Leser den Film auch gesehen hat, bitte nicht missverstehen wenn ihnen die folgenden Zeilen sonst etwas seltsam vorkommen.

Ersteinmal wird im Film ja von einem Gasunternehmen geredet welches seine Bohrungen vor der neuseeländischen Küste betreibt/betreiben will. Das ist auch ein Fakt, in Neuseeland wird viel Erdgas gefördert, doch die Auswirkungen, insbesondere auf die Bartenwale werden etwas übertrieben dargestellt. Kaum werden einem am Anfang einige Glattwale gezeigt (Im Film als Southern Rights bezeichnet, also der englische Begriff) strandet ein Exemplar kurz danach. Bartenwalstrandungen sind extrem selten. Das liegt vorallem daran dass diese Riesen ihre Nahrung nicht mit Echoortung aufspüren. Lärmbelästigung spielt für sie nur bei der Verständigung eine Rolle. Sterben können die Giganten deswegen auch nicht. Ein solches Phänomen ist nur von Schnabelwalen, kleineren Zahnwalen bekannt.  Außerdem halten sie sich von der Küste fern.

Die Szene mit dem an Lang liegenden Glattwal ist dann wieder gelungener als die im Film abgelassene Erklärung. Auch wenn es undenkbar ist dass das Tier 30m vom Wasser entfernt eingegraben im Sand liegt, aber dies ausgelassen wird gut die Situation einer echten Walstrandung nachempfunden. Der Wal ist natürlich eine Attrappe was besonders bei der Nahaufnahme des Auges deutlich wird. Auch sonst werden im Film keine echten Wale gezeigt es handelt sich um Puppen oder 3D-Animationen. Aber mal ehrlich: Das ist doch meilenweit besser als echter Wale für den Dreh aufzusuchen.

Dass man Flossen und Parasiten der Tiere fotografiert, zumindest bei diesen bedrohten Tieren ist ebenfalls die Wahrheit.

Sonst gäbe es nur die seltsame Schlussszene wo die Protagonistin vom Schall getroffen im Wasser strampelt, ob die Auswirkungen so extrem sind hängt von der Entfernung der Druckluftkanonen ab, darüber wird im Film aber keine Auskunft gegeben.

Tatsache ist, es ist ein Film und der soll unterhalten, da kann natürlich nicht alles auf wissenschaftlicher Basis beruhen, von der sich die Handlung nun weniger weit entfernt als in anderen "Streifen", dafür ein Lob.

Für Themeninteressierte empfehlenswerter war die anschließende "Abenteuer Wissen" Reportage", die von Fakten und Ursachen für Walstrandungen berichtete.

Warten wir den nächsten Teil ab, dann gibt es natürlich auch wieder einen Kommentar und ein abschließendes Fazit.

Community: Das Meer ruft - von Das Meeresbucht-Team - veröffentlicht in: Film,Fernsehen und Fotografie
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Saturday, 2. january 2010 6 02 /01 /Jan. /2010 23:59

Das Jahr Christian-Fischer.jpg2010 ist angebrochen und mit dem Ende von 2009 verkündete der WWF seine jährliche Jahresbilanz für bedrohte Tiere. Momentan wenn auch oft unbemerkt befinden wir uns in einer Krise was die Artenvielfalt auf dem Planeten betrifft, hunderte Arten starben 2009 aus, möglicherweise tausende und der Großteil davon unbemerkt. Man bezeichnet den Zustand bereits als Massensterben, dass man bereits zu den größeren in der Erdgeschichte zählt. Zur Trias-Permgrenze vor 230 Mio Jahren starben 96% aller Lebensformen aus, absoluter Rekord. Zur Kreide-Paleogengrenze vor 65 Mio Jahren wurden mit den Dinosauriern und zahlreichen anderen Organismen über 70% der Fauna und Flora ausgelöscht. Das letzte große Sterben ereignete sich vor ca. 30 Mio Jahren, dort wo sich die ersten Polkappen bildeten und das natürliche Gleichgewicht aus dem Ruder lief. Heute ist der Mensch der Hauptfaktor für das Artensterben über und unter Wasser. Umweltverschmutzung/- Zerstörung, Wilderei/Jagd, Klimawandel und vieles mehr bedrohen unzählige Organismen.

2009 war auch kein glanzvolles Jahr:

Eisbären, Tiger und Javanashörner rechnet der WWF zu den größten Verlierern 2009. Bei Ersterem war das scheitern der Klimakonferenz in Kopenhagen nicht ganz unbeteiligt.  Insgesamt ist die Zahl der Verlierer größer als die der Gewinner zu denen z.B der seltene Amurleopard und der Elbebiber zählen. Besonders besorgniserregend sind neben dem tasmanischen Teufel dessen Populationen an einer Krebserkrankung leiden die nun aber besser erforscht wurde, sind es die Amphibien die 2009 am meisten einstecken mussten. Weltweit zerstört eine mysteriöse Pilzkrankheit die Bestände, ein Rätsel was dringend nach einer Lösung verlangt, eine ganze Tierklasse ist akut bedroht.

Also ist die Aussterbetendenz bei Vielen wieder negativ. Das ehrgeizige Ziel bis 2010 das vom Menschen verursachte Massensterben um einen großen teil einzudämmen wird wahrscheinlich fehlschlagen. Aber eins ist sicher, aufgeben kommt nicht in Frage, Hoffnung gibt es immernoch....

(Bild by Christian Fischer)

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Thursday, 31. december 2009 4 31 /12 /Dez. /2009 13:12

APEC_Australia_2007_Sydney_Opera_House_fireworks.jpgDas Meeresbuchtteam wünscht allen Lesern, Kommentatoren und Besuchern der Meeresbucht einen guten Rutsch ins Jahr 2010!

Ich hoffe, dass wir uns im nächsten Jahr wieder lesen und bedanke mich bei jedem Besucher und regelmäßigem Leser für die Treue.

Mittlerweile hatte die Meeresbucht schon Besuch aus 70 verschiedenen Ländern von 6 Kontinenten und zahlreichen Inseln, ein frohes neues Jahr also in alle Winkel der Erde also.

Möge 2010 ein erfolgreiches etwas stressfreieres Jahr werden als sein Vorgänger,

das MBT meldet sich 2010 wieder, bis dahin!

Community: Tagesanalyse - von Das Meeresbucht-Team - veröffentlicht in: allgemeine Informationen
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Tuesday, 29. december 2009 2 29 /12 /Dez. /2009 21:47

Es ist ein ganz normaler Goldfisch der hier durch das Aquarium schwimmt, er hat nur eine Besonderheit: Seine Haut und Schuppen sind vollkommen transparent!

Ein merkwürdiger Anblick? Den könnte man insbesondere in Japan bald öfter zu Gesicht bekommen. Forscher aus dem Inselstaat haben nach langjährigen Kreuzungen nun eine ganze Gruppe von Goldfischen gezüchtet, deren "Außenhülle" durchsichtig ist. Man sieht das schlagende Herz, die arbeitenden Gedärme, das Gehirn einfach alles. Durch eine Mutation blasse Haut besitzende Goldfische sind die Ahnen dieser Tiere. Fragt sich jetzt warum man diese Fische züchtet. Die Antwort ist, dass man sie nicht sezieren muss. Die zu Forschungszwecken oft genutzten Goldfische müssen getötet werden um sie zu untersuchen, so kann der Fisch jedoch sein ganzes, schätzungsweise 20 Jähriges Leben unbeschadet überstehen. In Schulen kann man so den anatomischen Aufbau der Tiere genauestens untersuchen, oder in Forschungseinrichtungen studieren und für wissenschaftliche Zwecke nutzen. Man erhofft sich eine große Nachfrage, die Züchter der Fische meinen dass es nur noch eine Frage der Zeit ist bis sich die Tiere global verkaufen, ein Exemplar dürfte dann um die 25€ kosten. Ob der Trend zum dursichtigen Fisch geht ist fraglich, zumindest sind die Tiere keine Qualzuchten, sie sind nicht eingeschränkt in ihrem Lebensstil und können ein artgerechtes Goldfischdasein führen.

Ein weiterer japanischer Forscher will noch weiter gehen: Im Jahre 2010 möchte der Welt transparente Frösche präsentieren.

Es existieren zwar bereits Glasfrösche, doch diese Baumbewohner leben im südamerikanischen Regenwald, also unzugänglich für die Forschung.

Ein Bild eines Glasgoldfisches gibt es HIER zu finden.

Community: Fischeschubser - von Das Meeresbucht-Team - veröffentlicht in: Amüsantes
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Monday, 28. december 2009 1 28 /12 /Dez. /2009 21:27

Der Ron-Offermans.jpgeuropäische Aal ist dem Aussterben näher als je zuvor. Jahrhundertelange Jagd hat den Beständen des Fisches stark zugesetzt. Das Problem ist dass Aale extrem lange benötigen um die Geschlechtsreife zu erreichen, noch dazu unternehmen sie lange Wanderungen während dieser Zeit. So braucht ein europäischer Aal gut und gerne 10 Jahre bis er bereit für die Paarung ist. Als Ei in einem Flusslauf angelegt wandern die Jungen die verschiedenste Stadien durchlaufen erst ins Meer um dann über den Atlantik in die Karibik zu reisen wo sie sich paaren. Wegen diesen speziellen Anforderungen lassen sich Aale nicht in Aquakulturen halten , die Zucht ist unmöglich. Dadurch erschließt sich von selbst dass jeder Aal der auf den Tisch kommt Wildfang und somit eine Entbehrung für den schwächelnden globalen Bestand ist.

Wegen dieser Bedrohung durch die immernoch hohe Nachfrage an Aal sind Experten der Meinung man müsste sofort die drastischste aller Maßnahmen ergreifen: Ein komplettes unumgehbares Fangverbot muss her. Aber wie man sich leicht vorstellen kann findet dieser Vorschlag bei Aalanbietern und deren Käufern kaum Unterstützung. Die Bestände bräuchten 60 bis 90 Jahre für eine angemessene Erholung, sogar bei komplettem Fangverbot, so neue Schätzungen.

Bereits heute wird in den Fanggründen nur noch 1% der ursprünglichen Fänge eingeholt, wie soll es weiter gehen? Man berät sich, bald wissen wir mehr....

(Bild by Ron Offermanns)

Community: Das Meer ruft - von Das Meeresbucht-Team - veröffentlicht in: Bedrohungen
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Monday, 28. december 2009 1 28 /12 /Dez. /2009 21:19
Die gestern gestrandeten Grindwale (HIER) sind zum großen Teil dank der Hilfe hunderter freiwilliger Helfer mit dem Leben davon gekommen, für die Tiere welche nicht dieses Glück hatten wurde ein Massenbegräbnis organisiert. Bilder und weitere Informationen über die Strandung sind HIER zu finden.
Community: Das Meer ruft - von Das Meeresbucht-Team - veröffentlicht in: Wale und Robben
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