Willkommen in der Meeresbucht

Willkommen in der Meeresbucht!


Hier wird in die Welt des Meeres eingetaucht! Willkomen in der Meeresbucht, einem Themenblog rund um das Leben am und im Wasser: Von Delfinen und Walen, Haien und anderen Raubfischen, Süßwasserbewohnern, Aquaristik, Parks und aktuellen Themen, unglaublichen Begebenheiten, Klimawandel, Portraits, Wissenschaftliches und vielem mehr. Mit interessanten,  amüsanten, akutuellen und faszinierenden Artikeln zum Thema Leben im und am Wasser. Wer interessiert ist, dem soll gesagt sein: Stöbern lohnt sich! Wir wünschen viel  Lese-Vergnügen!

Die Meeresbuchtenzyklopädie

Hier entsteht gerade die Meeresbuchtenzyklopädia, ein Nachschlagwerk des marinen Lebens und die Sammlung wird ständig erweitert. (Bearbeitung für längeren Zeitraum eingestellt)

Tiere der Ozeane und Süßwassergewässern:

   
                                                        
Der Bergmolch                                                                                     
Der Büschelbarsch                                                                                      
Die grüne Meeresschildkröte 
Die Geistermuräne
Der Jacobita
Der Mandarinfisch 
Der Walhai  
Der Weiße Hai 
Der Weißstreifendelfin


Tuesday, 12. january 2010 2 12 /01 /Jan. /2010 22:24

Kaum ein anderes Seegebiet ist mittlerweile derart gefürchtet wie die Gewässer vor Ostafrika, insbesondere vor Somalia und im Golf von Aden, wimmelt es nur so vor Piraten. Wie weltweit in Nachrichten  berichtet scherzen die Piraten nicht, ihre Geiselnahmen und Angriffe empören und zeigen wie es in heutiger Zeit doch noch zu gehen kann.

Neben ihren vielen schlechten Facetten meinen Wissenschaftler nun aber auch eine gute Seite der Piraterie gefunden zu haben: Kaum ein Fischer hat sich mehr auf die hohe See hinausgewagt, die Fischbestände sind reich gewachsen, Arten die in dem Gebiet schon lange verschwunden waren kehrten zurück, auch große Jäger wie der Barrakuda und Schwertfische sind mittlerweile wieder heimisch. Wie es sich zeigt profitieren die Bürger der armen afrikanischen Staaten davon, die große Fülle an Hochseefischen füllt auch die Küstengewässer, Fischer dort fangen mehr ohne den Beständen zu schaden und können durch die Masse der Fänge die Preise senken, die Bevölkerung kann sich so mehr Nahrung leisten und profitiert.

Darum, weil die Piraterie aber ein grausames Handeln ist, sollte man es lassen sie nun zu rühmen, auch wenn es sich aus utilitaristischer Sicht lohnen würde sie bestehen zu lassen, man muss sich nur die Opfer dieses Tuns vor Augen führen.

Durch den Anwachs der Fischpopulationen im Golf von Aden sehen sich Meeresbiologen weltweit aber bestätigt darin, das auch eine relativ kurze Fangpause genügt um die Populationen gedeihen zu lassen. Erst kürzlich erlebte man in der Nordsee einen ähnlichen Erfolg bei Heringen, Kabeljauen und Schollen.

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Tuesday, 12. january 2010 2 12 /01 /Jan. /2010 22:19

Wie man sicher bereits bemerkt hat, stockt die Meeresbucht in letzter Zeit etwas, das liegt daran dass mir momentan die Zeit fehlt mich täglich um den Blog zu kümmern. Ich versuche das bestmögliche weiterhin täglich Artikel zu publizieren kann aber nichts versprechen, in diesem Sinne,

Eine schöne Restwoche wünscht das MBT!

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Saturday, 9. january 2010 6 09 /01 /Jan. /2010 22:38

Es kommt froggydarb.jpgeinem etwas wie ein Horrorszenario vor. Aus Südamerika für einen guten Zweck herausgenommen und in das heimische Ökosystem eingeführt, bereuen die Australier mittlerweile ihre eingeschleppten Schädlingsbekämpfer. Ja, eigentlich war die Agakröte dafür zuständig die Felder und Plantagen vor Käfern zu schützen, doch der Hunger der bis zu 20cm langen Amphibie konnte von der mageren Kost nicht gestillt werden. Die Kröten filen über Städte her und besetzen alle Gewässer die sie finden können, ihr tödliches Gift macht sie für die meisten andere Tiere und Gärtner die grade nichts zur Hand haben unangreifbar, die Ohrdrüsen der Tiere produzieren das Toxin, was auch nach dem Tod der Kröte noch wirkt. So kann eine durch die Kröte getötete Schlange von einem Waran gefressen werden der an den Folgen stirbt, und ein Dingo der an dem Waran-Kadaver frisst erleidet noch das gleiche Schicksal. Es gibt zwar Arten die sich angepasst haben, und sogar die Kröten jagen, doch sie sind weit in der Unterzahl.

Die Kröten sind in ihrer neuen Heimat weitaus erfolgreicher als in Südamerika wo sie zahlreiche Feinde zu fürchten haben. Sie sind dafür verantwortlich, das regional und sogar territorienübergreifend das Ökosystem gestört oder zerstört ist. Einzelne Kleinbeutlerarten haben dank den Kröten nur noch wenige Rückzugsrefugien, den die Amphibien fressen neben Säugern auch andere Amphibien, Schlangen Echsen, Vögel und Wirbellose.

Die Kröten genossen eine Blitzevolution, ihre Beine wurden länger um weitere Strecken zurücklegen zu können, da die meisten Reviere bereits von Artgenossen besetzt wurden. Aber der Triumpf über Australien hat auch Nachteile große Kröten haben mittlerweile mit Rückenschmerzen zu kämpfen weil ihr Rückgrad dem allen nicht gewachsen ist.

Hier hat der Mensch einer Art geholfen und tausende in die Verdammnis geführt wenn man es mal hart ausdrückt. Ein australisch-niederländisches Forscherteam befasste sich nun genauer mit dem Paarungsverhalten der Kröten. Während der Laichzeit sind alle Stehgewässer von Kröten nur so angefüllt, die größeren Weibchen werden von zahlreichen Männchen umringt, jeder will sich paaren und seine Gene weitergeben. Das Weibchen will auch nur das beste für den Nachwuchs und das was die meisten Amphibien mit ähnlicher Lebensweise tun, sie suchen sich das stärkste und größte Männchen damit der Nachwuchs optimale Überlebenschancen besitzt. Nur sind die kleinen Männchen meist in der Überzahl und sobald ein Weibchen gefunden ist klammern sich Männchen an ihm fest. Kleine Männchen können erstaunlich hartnäckig zupacken, so dass es den Kontrahenten nicht gelingt den kleinen Nebenbuhler wieder vom Weibchen herunter zustoßen. Irgendwann ist die Bedrängung des wenn auch kleinen Männchen auf das Weibchen so stark dass es ablaicht und das er die Eier die in langen Schnüren liegen mit seinem Samen befruchtet. 

Doch das oben beschriebene Szenario kommt nur relativ selten vor, wenn ein Weibchen einen "Freier" los werden möchte bläht es sich auf, der Kugelrunde Körper bietet den kleinen Männchen keinen Halt, die größere Konkurrenz stößt sie herunter. Wenn das Weibchen sicher ist das richtige Männchen zu haben laicht es mit ihm.

Dieser Trick der natürlichen Auslese wirkt sich auf die Krötenpopulation natürlich noch einmal besonders gut aus, die Forscher vermuten das auch andere Froschlurche ähnliche Techniken beherrschen

Dass der Siegeszug der Kröten in Australien weitergeht ist schon beinahe sicher. Obwohl man nächtlich tausende Tiere fängt, sogar in einigen Ortschaften Prämien ausgesetzt sind, der Bestand wächst unbeirrt weiter.

(Bild by Froggydarb)

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Friday, 8. january 2010 5 08 /01 /Jan. /2010 21:21

Riffbildende Mila-Zinkova-Kopie-1.jpgKorallen entstanden  bereits im Ordovizium vor über 520 Mio Jahren, seit jeher waren sie ein einzigartiger Lebensraum und sie sind dafür verantwortlich das einige Organismen heute so sind wie sie sind. Ein deutsch-amerikanisches Team von Wissenschaftlern untersuchte Fossilien und heute lebende Wirbellose die in Riffen heimisch waren/sind. Sie verglichen die Arten und kamen zu dem Ergebnis, dass die einzigartige Struktur des Riffes zahlreiche Arten hervorbrachte. Zumindest Wirbellose entwickelten sich in den Riffen in großer Zahl und wanderten aus um neue Lebensräume zu besiedeln. Möglicherweise sind viele Wirbellose die in völlig anderen Lebensräumen existieren Nachfahren von Riffbewohnern, den Forschungsergebnissen nach ist einer Fülle von Meeresbewohnern diese Abstammung gemein. Die Riffe bildeten also Arten für umliegende Lebensräume aus, die schwieriger zu besiedeln waren, noch heute fällt die enorme Artenvielfalt der Riffe auf. Polare Meere bergen ebenfalls eine große zahl an z.T. seltsamen Lebensformen doch mit der Vielfalt können sie es nicht mit den Korallenkolonien aufnehmen. Zwar existieren dort die sogenannten Kaltwasserkorallen, doch diese wurden bei der Studie weitgehend außer acht gelassen. Übrigens gibt es zu gut wie keine "Immigranten" in den Riffen also Arten die in den Lebensraum eingewandert sind und dort sesshaft wurden, die ökologischen Nischen dort waren von der dortigen Fauna bereits besetzt.

Aber die Studie brachte noch andere Ergebnisse zu Tage:

Im flachen Wasser gelegene Riffe sind z.B. artenreicher als in tieferen Schichten ansässige Korallenkolonien. Ebenso werden Kalkriffe von einer vielfältigeren Fauna bewohnt als Sandriffe.

Leider sind die Korallen durch den Klimaumschwung bedroht. Erstens reagieren sie empfindlich auf Temperaturschwankungen, zweitens macht der hohe  Co2-Gehalt der Luft welche die Meere, welche ihn zu einem Drittel aufnehmen, säuert den Korallen zu schaffen. Ohne sie ginge ein einzigartiges Ökosystem verloren und mit ihm seine einzigartige Flora und Fauna.... (Bild by Mila Zinkova)

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Wednesday, 6. january 2010 3 06 /01 /Jan. /2010 22:45

Schon seit Jahren gibt es einen "Krieg" zwischen Walfängern, insbesondere der Japaner, und Umweltaktivisten. Legendär die Angriffe von Greenpeaceaktivisten, die mit aller Kraft versuchten ein Walfangschiff Lori-Mazzuca.jpg zu stoppen und dabei die Besatzung neben Stinkbomben mit pfundweise Butter bewarfen. Das Ziel ist ganz klar, die unnötige Jagd auf Wale zu verhindern. Nahe der Antarktis kam es nun zu einem zu einem weiteren Aufeinandertreffen zwischen japanischen Walfängern und Umweltaktivisten, diesmal von der Organisation Sea Shepherd. Das Schnellboot der Naturschützer wurde dabei so stark beschädigt, dass es sank und die Insassen gerettet werden mussten. Ganze 3m wurden vom Bug des Schiffes abgerissen, die Aktion ging haarscharf an einer Katastrophe vorbei. Man wollte die Walfänger mit altbewährten Mitteln  bedrängen sie so weit stören dass sie die Jagd zumindest in diesen Gewässern fürs erste einstellen müssen.

Doch die Besatzung des Schiffs schien sich das nicht gefallen zu lassen und startete eine Gegenattacke die mit ihrer Härte alles überbietete was man sich hätte ausmalen können.

Die mutigen Insassen des Sea Shepherd Schiffs "Ady Gill" sind also grade noch einmal glimpflich davon gekommen, man schiebt sich gegenseitig die Schuld in die Schuhe, der australische Umweltminister mahnt, man solle weitere Konfrontationen dieser Art tunlichst vermeiden. Auch Sea Shepherd wäre nicht unschuldig, beide Seiten sollten sich mäßigen. Fürs erste ist es ruhig im Südpolarmeer, aber es werden sich sicherlich, und das zu Recht (!), weiterhin Umweltorganisationen gegen den Walfang einsetzen...

Ein interessantes Video zum Vorfall können Sie HIER einsehen.

Bild by Lori Mazzuca

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Tuesday, 5. january 2010 2 05 /01 /Jan. /2010 21:44

Kraken sind einmalige Meeresbewohner, durch ihren Erfindungsreichtum überraschen sie Forscher aus aller Welt immer wieder. Was sie besonders auszeichnet sind ihre Fähigkeiten sich zu tarnen, man könnte sogar sagen, sie und andere Kopffüsser sind in dieser Disziplin unerreicht.

800px-Octopus_vulgaris.jpgErst kürzlich hat man herausgefunden wie sie sich, wenn die Tarnung mal nichts nützt, mit Hilfe von Kokosnüssen vor Feinden schützen (HIER). Ihre Wandlungskünste sind wirklich erstaunlich, sie wechseln ihre Farbe binnen Millisekunden und variieren die Muster und Tönungen so rasch und intensiv, dass man vermutet, die ihnen zur Verfügung stehende Farbpalette ist nahezu unendlich. Sie steuern die Muster die über ihren Körper wandern bewusst und nutzen sie zur Tarnung, Paarungsspielen, Jagd etc. anders als Chamäleons die sie nur dazu nutzen, ihre Stimmung wiederzugeben.

Ihr Hartteilfreier Körper (Mit Ausnahme des Papageienschnabels) erlaubt ihnen zusätzlich ihre Körperform zu wandeln, eine Art treibt dies zur Perfektion indem sie andere Tierarten nachahmt (Mimikoktopus).

Aber man muss sich nicht immer verstecken und tarnen, man kann auch auf gewohnte Weise flüchten, besonders die größeren Arten deren Tarnkünset sind so stark ausgeprägt sind bevorzugen diese Art der Feindvermeidung. Dabei wird meist auch noch eine Portion Tinte zur Verwirrung abgegeben. Wie Arten wie Octopus marginatus und  Octopus aculeatus zeigen geht es aber auch anders. Sie bevorzugen den Rückzug, aber auf eine Weise die in den Meeren einzigartig ist und sie etwas human wirken lässt: Sie laufen aufrecht auf zwei Tentakeln davon! Erst genannte Art schlingt sich sechs ihrer Gliedmaßen um den Kopf (Der eigentlich ein Sack ist welcher die Eingeweide beinhaltet) und streckt die restlichen zwei aus. Nun richtet sich die Krake auf und läuft davon. Die andere Art rollt sich ebenfalls sechs Arme um den Kopf und spreizt die anderen beiden nach Außen ab. Nun "rollt sie sich mit diesen vorwärts.

Normalerweise ist ein Knochen- oder Knorpelgerüst für diese Leistungen notwendig, aber das die dehnbaren Muskeln in den Tentakeln stabilisierende Wasser scheint ausreichend. Aber wieso fällt ein Feind der die Krake direkt vor sich davon laufen sieht auf diesen Trick herein? und wieso tarnen sich die Kraken mit den ihnen gegebenen Fähigkeiten nicht einfach?

Die erste Frage beantwortet sich etwas leichter: Der Feind erkennt keine Krake mehr in dem was er sieht, auch ein etwas ungeübter Mensch könnte leicht auf den Trick hereinfallen, man kann den Kopffüsser leicht mit etwas Treibgut oder Algenanhäufungen verwechseln. Für das Tier selbst ist diese Form der Flucht natürlich viel aufwändiger als sich einfach zu verstecken und die Farbe sowie Hautoberfläche zu verändern. Vielleicht tut der Krake es, und das wäre bei diesen intelligenten Wesen kein Zufall, um gleichzeitig noch einen Abstand zum Feind auszubauen um so ein weiteres Aufeinandertreffen zu vermeiden? Bei ihren Aktionen denken die Tiere oft in die Zukunft wie man bei verschiedenen Test heraus fand.

Auf jeden Fall sind es bemerkenswerte Meeresbewohner über die leider immernoch sehr wenig bekannt ist...

Community: Fischeschubser - von Das Meeresbucht-Team - veröffentlicht in: Wirbellose
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Monday, 4. january 2010 1 04 /01 /Jan. /2010 21:55

Gestern bereits berichtete ich über den ZDF-Zweiteiler "das Geheimnis der Wale", um nochmal Klarheit zu schaffen wiederhole ich den ersten Abschnitt des ersten Artikels (HIER):

Dieser Artikel soll nun keine richtige Kritik darstellen, über Handlungen, Protagonisten und Regie des Films habe ich natürlich nicht zu urteilen. Ich kann nur einen kleinen Kommentar zu dem Wissenschaftlichen im Film abgeben. Da sich in dieser Produktion alles um Wale dreht ist sein Inhalt natürlich auch Thema für die Meeresbucht. Wer sich ein Bild von dem Film machen möchte findet HIER reichlich Informationen. 

Ich kann bei diesem Artikel leider nur voraussetzen dass der werte Leser den Film auch gesehen hat, bitte nicht missverstehen wenn ihnen die folgenden Zeilen sonst etwas seltsam vorkommen.


Im zweiten Teil kam es ja relativ schnell zu einer Massenstrandung von Großwalen, den südlichen Glattwalen im Film unter dem englischen Begriff Southern Rights beschrieben. Gleich fünf lagen in einer Reihr eingegraben im Sand, regten sich nicht und wurden trotzdem behandelt. Hier zeigen sich wieder die Grenzen des Films trotzdem wurde die Situation wieder gut umgesetzt. Nur ist in der ganzen historischen Zeit keine Massenstrandung von Bartenwalen zustande gekommen, ich frage mich auch wieso keine Delfine oder der später gezeigte Buckelwal betroffen waren. Wenn es in der Bucht Nahrung für die Bartenwale, die sich ja wie im ersten Artikel erwähnt nur auf relativ hoher See gibt, dann ja wohl auch für kleine Zahnwale wie Delfine, darauf will ich aber nicht lange herumreiten. Was dagegen zwar spekulativ aber so weit auf Fakten beruhte war die Vorstellung der Obduktionsergebnisse der gestrandeten Wale, geplatzte Äderchen etc., das kennt man Schnabelwalen, den einzigen Walen die bisher wegen akustischen Signalen gestrandet sind., gute Recherche.

Als nächstes heikles Thema die Sache mit den Orcarufen. Orcas jagen Großwale, aber auch so ziemlich alles andere in den Ozeanen der Erde. Großwale jagende Orcagruppen sind oft nomadisch lebende Gruppen die immer weiter ziehen, sich also nicht alle an einem Ort aufhalten, ich bin kein Experte was die auf Neuseeland heimischen Orcabestände betrifft aber wenn dort nur fischfressende, also piscivore standorttreue Orcas leben stellen diese keine Gefahr für die Wale da, möglicherweise kennen die Tiere die Geräusche und wissen das sie sicher sind, jedoch ergibt sich auch die Möglichkeit das insbesondere die Buckelwale die auf ihren langen Wanderzügen auch öfters auf  nomadische Orcas treffen sie missdeuten, aber das ist nicht wichtig, theoretisch kann es funktionieren, lassen wir also diese Diskussion.

Dass man Wale mit akustischen Signalen anlocken kann ist übrigens die Wahrheit und oft bewiesen, Buckelwale singen oft gemeinsam, ob es darum geht Kontrahenten zu vertreiben oder Weibchen ein direktes Stimmduell zu präsentieren ist nicht gesichert. Hier also alles in Ordnung.

Als abschließendes Fazit: 

Ein Film der auf wissenschaftlicher Basis beruht, dem aber die Technik und/oder das Budget Grenzen setzen. Außerdem soll so ein Film unterhalten man kann ihn also nicht direkt mit einer Naturdokumentation vergleichen, das will ich noch einmal besonders in den Vordergrund stellen. Zu guter Letzt macht die Produktion aufmerksam auf ein Problem was weltweit immer größer wird, die Lärmbelastung für Meerestiere durch den Menschen, das man diese Produktion zeigt und sendet muss man allen Beteiligten zu Gute Halten.

Auch das nur zum Abschluss des Films echte Wale gezeigt, für die richtigen Dreharbeiten aber 3D-Animationen und Nachbildungen eingesetzt wurden, zeigt den guten Willen der "Macher". Oder sollte man so wildlebende Wale belasten?

Es ist und bleibt ein Film und das ist auch gut so, ein Film der Wachrüttelt und zeigt was sich zusammenbraut, ähnliches wie das dort gezeigte ist bei einem Militärübungsmanöver mit U-Booten bereits passiert, nur mit Schnabelwalen die ein anderes Verhalten zeigen aber lassen wir das mal bei Seite. Es ist alarmierend, und dieser Film, egal wie man ihn umgesetzt hat, hat dazu beigetragen dass sich hoffentlich mehr Menschen für den Schutz von Meeressäugetieren oder gesamten marinen Fauna interessieren und/oder einsetzen...

 

Community: Tagesanalyse - von Das Meeresbucht-Team - veröffentlicht in: Film,Fernsehen und Fotografie
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