Willkommen in der Meeresbucht

Willkommen in der Meeresbucht!


Hier wird in die Welt des Meeres eingetaucht! Willkomen in der Meeresbucht, einem Themenblog rund um das Leben am und im Wasser: Von Delfinen und Walen, Haien und anderen Raubfischen, Süßwasserbewohnern, Aquaristik, Parks und aktuellen Themen, unglaublichen Begebenheiten, Klimawandel, Portraits, Wissenschaftliches und vielem mehr. Mit interessanten,  amüsanten, akutuellen und faszinierenden Artikeln zum Thema Leben im und am Wasser. Wer interessiert ist, dem soll gesagt sein: Stöbern lohnt sich! Wir wünschen viel  Lese-Vergnügen!

Die Meeresbuchtenzyklopädie

Hier entsteht gerade die Meeresbuchtenzyklopädia, ein Nachschlagwerk des marinen Lebens und die Sammlung wird ständig erweitert. (Bearbeitung für längeren Zeitraum eingestellt)

Tiere der Ozeane und Süßwassergewässern:

   
                                                        
Der Bergmolch                                                                                     
Der Büschelbarsch                                                                                      
Die grüne Meeresschildkröte 
Die Geistermuräne
Der Jacobita
Der Mandarinfisch 
Der Walhai  
Der Weiße Hai 
Der Weißstreifendelfin


Monday, 25. january 2010 1 25 /01 /Jan. /2010 22:06

800px-GreatBlueHeroneatingturtle08.jpgEin Schädling als Schädlingsbekämpfer: Großreiher werden mittlerweile gemeinhin als störend angesehen, schaden sie doch den Fischbeständen insbesondere im heimischen Goldfischteich, hier genehmigt sich ein Kanadareiher jedoch einen Happen, den man in Nordamerika nicht nur als Schädling betrachtet sondern geradezu fürchtet: Die Schnappschildkröte. Die Nordamerikanische Schnappschildkröte ist durch den Handel mit Haustieren mittlerweile auch in Europa eingeschleppt worden. In den USA gab es einen regelrechten Reptilien-Boom, neben Alligatoren, Kaimanen und Schlangen fanden auch Schnappschildkröten ins Wohnzimmer zahlreicher Amerikaner. Jedoch: Wenn die Jungtieren langsam größer wurden und gewaltige Dimensionen erreichten liessen sie sich nur noch von erfahrenen Reptilienbesitzern halten, man war mit den zuvor noch kaum ein paar Zentimeter messenden Tieren völlig überfordert normal wurden die Schildkröten welche mit Schwanz eine Länge von über einem Meter erreichen können dann ausgesetzt, manchmal auch dort wo sie völlig neue Ökosysteme vorfanden und diese mit unvorhersehbaren Folgen veränderten. Mittlerweile ist das Halten von Schnappschildkröten weitgehend verboten oder nur unter strikten Regelungen zugelassen, leider hat der US-Reptilien-Boom jedoch dafür gesorgt, dass sich mit der Zeit ein großer Bestand der übrigens carnivoren, also fleischfressenden Schildkröten aufbauen konnte. Normalerweise fressen die Schildkröten auf dem Seegrund liegend Fische und Wirbellose verschiedener Größen, ihre Kiefer sind jedoch kräftig genug um  auch einem Menschen die Hand abzubeissen, in Badeseen, ein berühmter Fall ist sogar aus Mitteleuropa bekannt, waren versehentliche Angriffe ( Ausrüstung, Gliedmaßen oder weit unangenehmere Körperregionen) keine Seltenheit. Man bemüht sich die Populationen wieder einzudämmen, bis man mit dem Projekt Erfolg hat wird jedoch noch einige Zeit vergehen.

Jäger am Gewässerrand wie der Kanadareiher sind, zumindest hier, dann gern gesehene Gäste an den Seen, ein Schildkrötengelege ist für die Vögel ein wahrer Glückstreffer.


Sonst ist der Reiher in der Gesellschaft des Menschen eher  ungern gesehen, Angler beschweren sich da die Vögel den Fischbeständen schaden würden, Besitzer eines Gartenteiches sind besonders erbitterte Gegner der rasch lernenden Tiere die schnell auch völlig neue Tricks durchschauen welche die Zierfische eigentlich sicher vor dem Jäger bewahren sollten. Reiher sind eben Opportunisten die jede Gelegenheit nutzen um an Nahrung zu gelangen, auf frisch bestellten Feldern ( Wo man sie da sie auch Nager jagen gerne passieren lässt) findet man sie ebenso wie im Zoo wo sie gern mal bei der Pinguinfütterung einen Eigenanteil ergattern.


Auf jeden Fall sind diese Vögel es wert genauer beleuchtet zu werden und genau dies versucht die Meeresbucht in der baldig startenden "Reiher-Reihe", welche einen kleinen Überblick zu dieser kleinen aber feinen Gruppe von Vögeln.

Die "Reiher-Reihe" wird parallel zu den täglichen Artikeln veröffentlicht.

Bild by John Harrison

Community: Tagesanalyse - von Das Meeresbucht-Team - veröffentlicht in: Vögel
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Sunday, 24. january 2010 7 24 /01 /Jan. /2010 22:15

Was ist das? Etwa eine fliegende Untertasse?

T-Friedrich.jpgDieser Anblick ist so skurril das es dem Tier einen geradezu reißerischen Namen einbrachte: Spiegeleiqualle.

Die wissenschaftliche Bezeichnung für diesen eigenartigen Organismus lautet Cotylorhiza tuberculata. Das Tier gehört zu den sogenannten Wurzelmundquallen, einer Gruppe von Schirmquallen, die sich durch verzweigte Anhängsel auszeichnet, welche am Mundrohr der Qualle befestigt und aus früheren Tentakeln entstanden sind. Eine wirkliche Mundöffnung besitzen sie jedoch nicht, gefangene Beute wird durch Verdauungssäfte aufgelöst so dass sie problemlos direkt inhaliert werden kann.

Die Spiegeleiqualle findet man im Mittelmeerraum, im Gegensatz zu anderen Quallen ist sie eine kräftige Schwimmerin die so stets ihrer Beute folgen kann, welche durch ein Nervengift gelähmt wird. Für den Menschen besteht hier jedoch keinerlei Gefahr. Während die Nesseln der Qualle einigen den Tod bringen, bieten sie anderen einen guten Schutz: Kleine Fische profitieren von der Qualle indem sie in ihren verwurzelten Anhängseln Schutz suchen. Ein Phänomen was man auch bei anderen Tieren dieser Gruppe beobachten.

Bild by T. Friedrich

Community: Fischeschubser - von Das Meeresbucht-Team - veröffentlicht in: Wirbellose
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Friday, 22. january 2010 5 22 /01 /Jan. /2010 23:30

Malta ist nicht nur für Touristen insbesondere aus dem europäischem Raum ein beliebtes Ziel sondern auch für Andere einen Flugstopp wert: Zugvögel aus allen Riegen machen hier Halt, außerdem ist die Insel an sich auch schon von vielen gefiederte Bewohnern bevölkert. So kommt auf Malta alles zusammen, von Greifvögeln, über Störche und Reiher zu kleinen und großen Singvögeln und Hühnerartigen, eine fantastische Artenvielfalt, und schon seit Tausenden von Jahren Nutzen die ziehenden Vogelpopulationen die kleine Mittelmeerinseln als Stopp zum Krafttanken. Aber dieses Paradies ist auch nicht mehr das was es mal war, denn wo der Mensch auf die Natur trifft, gibt es des öfteren Konflikte, und auf dem mittlerweile Kormoran dicht besiedelten Malta ist derartiges vorprogrammiert. Aber hier ist diesmal nicht die Lebensraumzerstörung oder die Umweltverschmutzung Schuld am Verschwinden der Vögel, Wilderei kann man es auch nicht nennen, wenn man einen Einheimischen fragen würde, er würde sagen es ist Sport, Nationalsport.

Auf Malta hat die Vogeljagd eine lange Tradition, aber in den letzten Jahren sie Ausmaße angenommen die nicht mehr zu dulden sind. Nachdem die Insel 2004 in die EU aufgenommen wurde, sorgten neue Richtlinien für den Schutz der Vögel, es gab nur eine Jagdsaison, der Rest des Jahres diente den Beständen sich zu erholen. Aber wie es dann so ist setzt man sich über Gesetze hinweg, immer wieder entdeckten/entdecken Mitarbeiter von Naturschutzorganisationen im Wald versteckt geschossene Vögel, besonders Greifvögel und Reiher sind betroffen, aber selbst kleine Singvögel von nur wenigen Zentimetern Körperlänge werden gejagt, einige Einheimische sind so versessen, dass sie selbst auf Schmetterlinge schießen, eine traurige Wahrheit.

In den Jahren 2008/2009 wurde festgelegt, dass die Vogeljagd nur noch unter bestimmten, strikten Vorschriften zugelassen wird, mittlerweile seltene Arten wie der Nachtreiher sind tabu, nur wenige Spezies dürfen, und das auch nur in begrenzten Maße geschossen werden. Aber wie oben genannt nützt das alles nicht viel, ca. 15.000 Jäger zählt der NABU, der deutsche Naturschutzbund der sich aktiv für die Zugvögel auf Malta einsetzt. Die Mitarbeiter der Organisation und deren Partnern wie der dortigen Vereinigung Birdlife Malta arbeiten teils unter harten Bedingungen, Gewalt und sogar Brandstiftung gegenüber den Umweltschützern sind nichts Besonderes. Trotzdem kommen die Täter immer wieder davon. 

Um es kurz zu sagen: Der NABU und seine Partner haben ein Ziel: Verschärftere Richtlinien im Punkto Umweltschutz, und der erste Schritt ist eine Petition, jeder kann mit seiner Stimme helfen, diesem sinnlosen "Sport" ein Ende zu bereiten und die noch üppige Artenvielfalt der Insel zu retten. Hiermit startet auch die Meeresbucht einen Aufruf, hier kann jeder einfach etwas bewirken, weitere Informationen und die Anmeldung zur Petition findet sich HIER, für alle Informationen nochmal kompakt auf der NABU Seite zum Nachlesen HIER klicken

Community: Das Meer ruft - von Das Meeresbucht-Team - veröffentlicht in: Bedrohungen
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Friday, 22. january 2010 5 22 /01 /Jan. /2010 23:26

Wie gut kennen Sie sich mit News aus der Wissenschaft aus? Spiegel-Onine präsentiert ein Quiz rund um das Neuste aus der Wissenschaft, sei es Biologie, Astronomie oder Technik, hier ist für jeden etwas dabei, testen Sie ihr Wissen!


Zum Quiz gelangen Sie HIER

Community: Tagesanalyse - von Das Meeresbucht-Team - veröffentlicht in: Aktuelles
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Friday, 22. january 2010 5 22 /01 /Jan. /2010 23:09

Seit geraumer Zeit stöbert ein Meeresbuchtleser in den Archiven herum und kommentiert ältere Artikel, eigentlich ist das ja wünschenswert und es freut mich, dass dem Blog so ein Interesse zu Teil wird, trotzdem möchte ich diesen Leser Bitten sein Tun einzustellen, zumindest in dem Maße. ich möchte jetzt hier niemanden nennen und ich denke derjenige weiß wer gemeint ist. Mit kritisierenden Kommentaren sollte man nur einen Artikel angreifen wenn man sich seiner Sache wirklich sicher ist. Nochmal nur für denjenigen.

Der Basilosaurus konnte vermutlich eine Länge von 25m erreichen, es gibt durchaus Fossilien die diesen Schluss zulassen, wahrscheinlich sind Ihnen nur die Fossilfundorte in Fayum geläufig, aber neben Basilosaurus isis existierten noch weitere Arten, unteranderem die Größere Basilosaurus cetoides in Nordamerika.

Und kommen wir nun zu dem Artikel über Pikaia, natürlich ist klar das der im Burgess Schiefer gefundene Pikaia gracilens nicht der Vorfahr der Wirbeltiere seien kann, aber mit Pikaia ist die Gattung gemeint, sehr geehrter Leser, damit scheinen Sie sich auch nur im begrenzten Maße auszukennen. Pikaia ist die Gattung, welche bereits lange vor der Art Pikaia gracilens existierte, theoretisch ist es möglich das sie der Vorgänger der Wirbeltiere war ich bin aber selbst anderer Meinung.

Wenn ich ihnen einen Rat geben darf, recherchieren Sie ihr wissen nicht ausschluießlich in Wikipedia und kommentieren Sie erst wenn Sie sich ihrer Sache sicher sind, dieser Artikel soll keine Beleidigung sein, nur eine Richtigstellung und ich würde mich freuen Sie weiterhin als Leser g´begrüßen zu dürfen,

Mit freundlichen Grüßen, 

das MBT

Community: Die Blog-Bastler - von Das Meeresbucht-Team - veröffentlicht in: allgemeine Informationen
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Thursday, 21. january 2010 4 21 /01 /Jan. /2010 22:43

Dieser Fisch in weltbekannt und berüchtigt für seine Kraft und Geschwindigkeit: Der Atlantische Blaue Marlin. Marline an sich sind gewaltige Raubfische, schnell, stark und präzise, dazu sind sie Atlantic_blue_marlin.jpg noch wunderschön gezeichnet. Die Größten Marline sind über 5m lang, und mit einer geschätzen Länge von maximal 5,60m ist der Atlantische Blaue Marlin der größte von allen. Der Oberkiefer ist wie bei allen Speerfischen zu einem langen Fortsatz ausgebildet, der den Jägern hilft, Schwärme von Beutetieren aufzuspalten und zu manövrieren, außerdem werden Beutefische damit aufgespießt. Besonders beeindruckend ist die Geschwindigkeit des Marlins, und eigentlich die aller Speerfische. Sie halten jegliche Rekorde wenn es darum geht mit hohen Tempo durch das Wasser zu preschen. Es scheint überraschend, aber ein Marlin ist bei weitem in der Lage Geschwindigkeiten von bis zu 100kmh und das im Wasser zu erreichen. (Damit liegt er nur knapp hinter dem Segelfisch, einem anderen Speerfisch der mit bis zu 110kmh alle Rekorde knackt) Wenn man bedenkt, dass im Wasser ein viel stärkerer Wiederstand vorherrscht als an der Luft kann man sich vorstellen was für eine Kraft der Fisch aufbringen muss. Die Geschwindigkeit geht also mit enormer Muskelkraft einher, Marline sind einzige Muskelpakete, sie besitzen starke weiße Muskelstränge die ihnen gewaltige Kräfte verleihen, aber dies ist notwendig wenn man einen Schwarm schnell schwimmender Beutefische in Schach halten will, durch aquadynamische stromlinienförmige Körperform, feine Schuppen und überraschende Wendigkeit wird das gesamte FGesamtpaket entsprechend abgerundet. All diese Anpassungen machen Marline zu einzigartigen Jägern, die jedoch in Gefahr sind: Ganze Bestände sind mittlerweile ausgerottet, hauptsächlich ist es das Sportfischen was den Tieren zu schaffen macht, der harte Kampf den ein Marlin liefert ist bei Sportfischern sehr beliebt, der prächtige Kopf immernoch eine beliebte Trophäe. 

Eins ist aber sicher, das Verschwinden des Marlins aus unseren Meeren wäre nicht nur eine Katastrophe für das Ökosystem, sondern auch ein arger Verlust für die Artenvielfalt auf dem Planeten, so ein Tier würde es sicherlich nie mehr nicht mal annährend geben...

Community: Das Meer ruft - von Das Meeresbucht-Team - veröffentlicht in: Fische
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Thursday, 21. january 2010 4 21 /01 /Jan. /2010 21:47

Auf Madagaskar, jener weltbekannten Insel östlich von Afrika leben teilweise sehr seltsame Tiere, insbesondere unter den Säugern gibt bietet die Insel ein Raritätenkabinett der besonderen Art, neben großen Schleichkatzen sind auch Lemuren, Makis und andere Halbaffen heimisch, eine Gruppe von Primaten die man ausschließlich in Madagaskar in großer Zahl findet, auf dem Festland sind sie eher selten anzutreffen. Aber wieso gibt es diese 366px-Madagaskar.jpgurtümlichen Tiere nur auf Madagaskar? Und was hat das mit dem in der Meeresbucht behandelten Themenkomplex zu tun?

Die Antwort auf erstere Frage erübrigt die zweite: Wissenschaftler meinen den Grund gefunden zu haben wie die Tiere auf die Insel gekommen sind, natürliche Flöße, die durch Meereströmungen  die Küsten des Festlandes verlassen konnten. Diese Theorie geistert schon seit Jahren in den Köpfen zahlreicher Forscher herum, aber es gab einen Haken an der eigentlich plausiblen These: Die Meeresströmungen fließen vom afrikanischen Festland aus nach Süden, oder sogar Südwesten, keine Chance für Tiere nach Madagaskar zu gelangen, außerdem sind diese Flöße sehr selten, sie werden eher zufällig aus bei Stürmen zusammengerütteten Pflanzenmaterial oder Baumstämmen gebildet, dazu kommt noch die Frage wie so viele Tiere dorthin gelangen und sich halten konnten.

Ein neu entwickeltes Computermodell gibt Antworten auf diese Fragen. Es simuliert das Klima, die Wetterbedingungen usw. die vor 60 Mio bis hin vor 20Mio Jahren herrschten und brachte erstaunliche Ergebnisse: Die damaligen Meeresströmungen unterschieden sich stark von den heutigen, beeinflusst von den Temperaturen, der Position der Kontinente+, die Migration über die natürlichen Flöße wäre möglich gewesen, zusätzlich kam noch ein entscheidender Faktor hinzu: In der genannten Zeitspanne zogen regelmäßig mächtige Stürme über die Meerenge zwischen Afrika und Madagaskar was schon während dem Zeitalter der Dinosaurier vom Festland getrennt war. Das Aussterben dieser außergewöhnlichen Reptilien was gemein hin durch vulkanische Aktivität, einen oder mehrere Riesenmeteoriten und weitere Nebenfaktoren besiegelt wurde fand vor ca. 65 Mio Jahren statt. Das fehlen der Dinosaurier und anderer Großtiere hinterließ eine große Lücke im Ökosystem, Inseln konnten sich vermutlich besonders langsam vom Aussterben der Großtiere erholen. Für die zufälligen Einwanderer auf Madagaskar hatte das Vorteile. Sie gelangten auf eine Insel die völlig leer von großen Raubtieren oder Nahrungskonkurrenten war, ein funktionierendes Ökosystem im "Kleinen" gab es jedoch, Gliederfüsser wie Insekten schwirrten durch die Luft, Pflanzen vermehrten sich, 5 Mio Jahre nach der Aussterbekatastrophe und auch später gab es optimale Bedingungen für Einwanderer. Zu denen gehörten zum größtenteils Säuger und Reptilien, die auf den am Ufer liegenden Pflanzen Nahrung suchten, oder sich dort ein Nest bauten/ Unterschlupf suchten, beim nächsten Sturm wurden sie heraus getrieben, gleiches kennt man von Ecuador und den Galapagosinseln.

So konnte ein eigenes Ökosystem aus spezialisierten Bewohnern entstehen, die allesamt eher klein waren, während auf dem Land gigantische Säuger entwickelten, entfaltete sich das kleine madagassische Ökosystem auf seine Art. Da es nie wieder eine Landbrücke zwischen Madagaskar und dem Festland gab, und sich die Meeresströumgen so wie das Klima langsam wandelten, brachten die langsam abebbenden Stürme keinen regelmäßigen Zufluss an Tieren mehr, Madagaskar isolierte sich noch mehr.

Und noch heute ist es von urtümlichen Wesen bewohnt, ein einmaliges Inselparadies aus kleinen Spezialisten. Die einzigen wirklich großen Bewohner sind die Nilkrokodile die von Afrika nach Madagaskar herübergeschwommen sind, oder sind ihre Jungtiere ebenfalls per Floß gereist? Man weiß es nicht...

Community: Das Meer ruft - von Das Meeresbucht-Team - veröffentlicht in: Wissenschaft und Forschung
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